Blut der dunklen Engel

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Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:29 pm

Blut der Dunklen Engel
Gemeinschaftprojekt von Zeitengeist und Domenic Blair

Achtung!!! Geschichte ist nicht überarbeitet, sie ist mitlerweile 7 Jahre alt!


Als er aus dem Fenster sprang, wusste er dass die Explosion hinter ihm alles zerstören würde.
Seine Haare waren angesenkt und seine Haut verkohlt und doch sollte er weiterleben.
In den ganzen Jahren hatte er so viele Verletzungen erlitten das er dies hier ohne Probleme überleben würde, und doch spürte er ganz genau dass seine Kräfte nachließen.
Als er sich zum Haus umdrehte sah er nur noch eine einzige Feuerwand, alles um ihn stand in Flammen. Doch dann sah er am obersten Fenster des Hauses ein kleines Kind stehen, es weinte und schrie um Hilfe.

Er wusste nicht genau wie er es anstellen sollte, das Feuer war bereits so im Gange das es eine gefährliche Sache werden würde, auch für ihn. Das Kind schrie nach seiner Mutter, als er um sich schaute, sah er aber niemanden außer einpaar Feuerwehrleuten.
Der Hintereingang, ja, der war vielleicht noch frei, frei genug um nach oben zu gelangen ohne das einer der Männer es mitbekam.
Seine Haut hatte sich bereits wieder regeneriert, nur seine Haare würden eine Zeit lang brauchen bis sie wieder zu einer wallenden Mähne werden würden.
Er wollte nicht lange überlegen und deshalb lief er schnurstracks auf den Hintereingang zu, musste jedoch dann auf einmal feststellen, dass die Treppe zerstört war.

Er kannte die Situation bereits, so etwas hatte er schon einmal erlebt, nur waren mittlerweile zwei Jahrhunderte vergangen. Die alten Erinnerungen gruben sich in sein Hirn und ließen ihn für einen Moment inne halten. Damals hatte er seinen besten Freund verloren, einen Sterblichen den er so sehr ins Herz geschlossen hatte, das er heute noch daran denken musste. Eigentlich war er kein Freund der Sterblichen Rasse und doch half er ihnen ab und dann. So wie jetzt in diesem Moment, schon wieder wollte er sein Unsterbliches Leben opfern für einen wie sie, einem Menschen.

Wütend über die Erinnerungen schnappte er sich das Kind und sprang mit einem gewaltigen Satz durch ein Fenster im Hinterhof.
"Auch wenn das mein Gewissen nicht rein waschen sollte, diese Kind wird heute nicht sterben, nicht heute.“
Das Kind wusste nicht wie ihm geschah so schnell war die Schattengestalt auch schon wieder verschwunden.
Vom Nebendach beobachtete er das Geschehen, doch immer wieder schaute er zu dem Kind runter, Blutdurst machte sich in ihm bemerkbar seine Zellen riefen nach frischen Blut, riefen nach der Möglichkeit sich vollständig wieder herzustellen.
Schließlich wandte er sich ab um eine andere arme Seele zu finden. Eine Seele die in dieser Nacht wohl das letzte Mal aufleuchten sollte.

Im Hintergrund sah man noch eine ganze Weile das Feuer leuchten, dicker schwarzer Rauch bahnte seinen Weg in die dunkle Nacht hinein. Das Mädchen hatte er alleine zurück gelassen, es würde schon jemanden finden der sich ihr annehmen würde. Seine Gier nach Blut wurde immer schlimmer, er spürte wie das wilde ungezügelte Tier unbedingt hinaus wollte. Dann verschwand er in eine dunkle Gasse ohne Laternen, stellte sich an eine Hauswand und schaute zum Himmel auf. Und während er dort stand, kam ihm auf einmal dieser fast schon liebliche Geruch in die Nase, der Geruch des Lebens, der Energie die er benötigte.

Es war einer dieser klein Kriminellen der sich eine Seitenstraße weiter an einer Hinterhoftür zu schaffen machte. Sein Mund verzog sich zu einen Grinsen als er um die Ecke schlenderte, gewiss seine heutige Mahlzeit gefunden zu haben. Ohne Vorwarnung riss er diesen Abschaum herum um ihn zu gleich seinen Leben ein jähes Ende zu bereiten. Blut tropfte von seinen Lippen, jenes Blut was er so dringend benötigte obwohl es für ihn er wie ein Fluch war als eine Gabe. Achtlos ließ er den leblosen Körper fallen um sich eine Zigarette an zu zünden, sein Zippo landete auf dem Leichnam.

Und so stand er dann da und schaute auf den Leichnam hinunter, er hatte es nicht gewollt, nicht wirklich, er spürte wie es sich innerlich alles verkrampfte und doch spürte er auch wie das liebliche Getränk ihn ruhen ließ. Er zog genüsslich an der Zigarette und dachte daran zurück was geschehen wäre wenn er es nicht getan hätte. Der Kerl sah im ersten Moment so friedlich aus und doch hatte er gespürt dass er kein guter Mensch gewesen war.
Achtlos dem gegenüber was er getan hatte, drehte er sich dann um und lief die dunkle Gasse weiter, aber in seinem Herzen spürte er immer noch wie sich die Nadeln immer tiefer bewegten. Als er dann auf die überfüllte Straße trat überkam ihm das Gefühl der Hilflosigkeit, er wusste nicht wohin, noch wusste er was er tun sollte, verwirrt schaute er zu Boden und fand dann auf einmal eine Art Talisman.

Er bückte sich und nahm ihn in die Hand.
Wem auch immer dieser Talisman gehören sollte, nun war es seiner.
Er steckte ihn sich in die Manteltasche und ging weiter, doch noch immer hatte er keinen Plan wo es genau hingehen sollte. Ein Zu Hause hatte er zwar, aber dorthin wollte er nicht, noch nicht. Irgendetwas rief ihn, fing ihn ein und lies ihn weiter umherirren. Und dann kam es wieder an die Oberfläche, das Tier in ihm, es gab einfach keine Ruhe, der Drang noch ein Opfer zu suchen war zu stark um ihn zu unterdrücken.

Nach langem Umherirren fand er sich schließlich in einem Stadtpark wieder.
Viel war hier wahrlich nicht los außer ein paar Junkies war der Park recht leer.
Er nahm den Talisman aus seiner Manteltasche und schaute ihn sich noch mal genauer an.
Wie eine billig gemachte Kopie sah es nicht aus, ehr als ob er aus Meisterhand geschmiedet wurde, doch diese Kunst war schon vor Jahrhunderten mit einer ganzen Epoche untergegangen.
Sollte dies das Zeichen sein wo er schon so lange drauf wartete?

Und schon wieder holten ihn alte Erinnerungen ein. Als er den Talisman wieder zurück steckte, spürte er auf einmal wie es ihm unheimlich warm wurde, wie als ob ein Feuer ausgebrochen wäre. Dann dachte er an das Feuer im Haus, hatte das vielleicht alles miteinander zu tun, hätte er das Kind nicht gerettet, wäre er nicht so geschwächt gewesen und so hätte er nicht sein Opfer und auch nicht diesen Talisman gefunden. Während er so nachdachte torkelte ein schlecht gekleideter Mann auf ihn zu und hätte ihn fast angerempelt.
"Können sie nicht aufpassen?" Raunte er den Mann an und lies für einen Moment seine Augen aufleuchten.
Er hatte es gesehen, bestimmt dachte er und wusste im ersten Moment nicht was er machen sollte. Der Betrunkene torkelte weiter, immer weiter bis er hinter einem Gebüsch verschwunden war. Wieso konnte er sich nicht im Schach halten, wieso sollte sein Blut wieder anfangen zu kochen, all dieser Wahn würde ihn irgendwann noch den Verstand kosten. Er musste ihm folgen, wenn irgendjemand herausfand was er war, war er geliefert und nicht nur er, sondern der Rest seiner Art auch. Und so ging er dem Betrunkenen hinterher, schlich sich von hinten an.

Doch dann blieb er unverhofft stehen, verwundert sah er den Mann wie er sich vor einem kleinen Hund niederkniete. Der Betrunkene tätschelte den Kopf des Tieres und sprach mit ihm. Nein, das konnte er nicht tun, er konnte diesen Mann nicht töten. Erschrocken drehte sich der Mann um und starte ihn an. "Bitte nehmen sie mir nicht meinen Hund weg, bitte nicht." Sagte der Mann und nahm das Tier in seine Arme.

Er war sich nicht sicher, sollte er ihn vielleicht doch töten, oder sollte er ihn gehen lassen, doch als er sich das kleine zitternde Tier anschaute, spürte er die enge Bindung zwischen ihm und seinem Herrchen. Nein er konnte es nicht tun, so ein Halunke war er dann auch nicht. Er kannte das Gefühl etwas zu verlieren ganz genau, besonders das Gefühl etwas Geliebtes zu verlieren. Und so drehte er sich um und ging weiter. Doch sein unstillbarer Hunger ließ ihm einfach keine Ruhe, immer mehr spürte er wie das Verlangen nach weiterem Blut aufkam.

*Und so ging er weiter seines Weges und dachte daran wie er sein nächstes Opfer überfallen würde. Noch nie hatte er so gefühlt, ein unbeschreibliches Gefühl was ihn fast in den Wahnsinn trieb. Als er dann eine einsame Person auf einer Barkbank fand, dachte er sofort daran, ja dass es sein nächstes Opfer sein würde. Von hinten schlich er sich ran, ganz leise wie eine Katze, bedacht sofort los zu springen. Und dann hat er schon seine Hände um den Hals gelegt, er spürte den Herzschlag, doch dann spürte er auf einmal etwas anderes, etwas was ihn mehr als nur verunsicherte.

Es war unerklärlich und er hatte ehrlich gesagt keinerlei Ahnung wieso er es nicht schon früher bemerkt hatte. Die Person sprang mit einem Satz auf, drehte sich zu ihm um und schaute ihn mit glühenden Augen an.
"Überrascht?"
So fragte ihn die Person und fing hämisch an zu grinsen. Marcel war perplex, schaute auf seine Hände die kurz vorher noch um den Hals des Fremden gelegen hatten und stellte fest wie sich ein brennender Schmerz in ihnen ausbreitete. Wie ätzende Säure zog sich eine tiefe Wunde über seine Handinnenflächen und ließ ihn kurz wie benebelt dastehen.

"Du solltest nicht gleich jeden x beliebigen an die Kehle springen sondern mal genauer hinschauen oder bist du wirklich so ein Narr?"
Das Grinsen der Person wurde breiter.
" Wenn es wirklich so ist hast du nicht das Recht dich Vampir zu nennen oder nicht?"
Marcel starte ungläubig auf seine Hand und dann wieder zu der Person.
Wut machte sich in ihm breit, warum zum Teufel sollte er sich so beleidigen lassen.

Marcel fletschte seine Zähne und ballte seine beiden Fäuste.
"Und ihr, ihr habt nicht das Recht mich so zu beleidigen. Ich war in Gedanken versunken und hungrig dazu."
Sagte er und ging um die Bank herum. Der Fremde der ja so wie es nun herausgekommen war so wie er ein Vampir sein sollte, schaute ihn von oben bis unten an und grinste. Marcel wurde noch saurer und wäre ihm am liebsten an den Kragen gegangen, doch er konnte sich gerade noch zügeln.

"Das tut mir wirklich leid."
Sagte der Vampir, schaute etwas entzückt und richtete sich seine Haare die ihm ins Gesicht hingen.
"Ihr seid wahrscheinlich noch nicht lange im Geschäft, da kann ich das verstehen, so als Neuling tut man sich manchmal recht schwer seine Sinne zu kontrollieren."
Sagte Marcels Gegenüber und fing erneut an zu grinsen. Wenn der wüsste dachte sich Marcel und wollte gehen, doch der andere hielt ihn zurück in dem er blitzschnell vor ihm stehen sollte und ihn festhielt.

Perplex schaute er den Fremden an und fragte sich wieso er ihn festhielt, doch dann nach näherem betrachten glaubte er ihn zu erkennen nur fragte er sich woher.  

So viel Zeit ist schon vergangen und ich habe hunderte von Menschen gesehen nur warum erinnere ich mich nur nicht an diese Person?
Marcels Hirn ratterte sich zu Tode, wer war das bloß?
Doch dann machte es auf einmal klick. Hey das ist doch Eric!"
Ein alter Bekannter den er vor 100jahren kennen lernte, nur zu gut kennen lernte.

*Zuerst waren sie einander total misstrauisch gewesen doch nach einer gewissen Zeit hatten sie sich angefreundet. Sie hatten ihre Begegnung nie vergessen können, besonders aus dem Aspekt da ein Gefühl der Zuneigung vorhanden war.

Marcel stand vor Eric und schaute ihn sich an, blinzelte ihm auf einmal zu und musste anfangen zu lachen. Wie konnte es bloß geschehen sein das er ihn zunächst nicht erkannt hatte. War in den Jahren in denen er bisher gelebt hatte denn so viel los gewesen das er sich an seinem eigentlich besten Freund nicht mehr erinnerte? Eric ließ Marcel wieder los und musste nun auch anfangen zu lachen. Er freute sich sichtlich ihn zu sehen, hatte bereits daran gedacht ihn nie wieder zusehen, doch wie das Schicksal sie damals schon zusammengefügt hatte, war es das Schicksal was sie auch nun wieder zusammengebracht hatte.

"Es ist wahrlich lange her mein alter Freund, aber dass du mich nicht erkannt hast, zeigt, dass du entweder alt geworden bist, oder wirklich so in Gedanken warst."
Sagte Eric und nahm Marcel in seine Arme. Marcel überkam auf einmal dieses Gefühl wieder, das gleiche was er damals gespürt hatte als er Eric kennen gelernt hatte. Gekonnt warf er es über Bohrt, es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt in alten Gefühlen einzutauchen. Die Zeiten hatten sich verändert, so sehr das sich auch seine Gefühle verändert hatten und doch wusste er ganz genau das er sie Eric gegenüber nicht komplett ausschallten konnte.

"Was führt dich hierher in diese verlauste Stadt?"
Fragte Marcel und konnte so etwas wie Unentschlossenheit in Erics Augen erkennen. Eric schaute zu Boden, runzelte auf einmal die Stirn und schaute Marcel dann wieder an.
"Na ja, was führt dich hierher, sicherlich nicht die versmokte Luft oder?"
Sagte Eric und stolzierte wie ein überheblich wirkender Gockel auf und ab.

"Man hört so einiges über dich in den richtigen Kreisen!"
Sagte Eric und ließ sich locker auf die Bank fallen.
"Ah ja tut man das also? Und du bist nur deswegen hier her gekommen? "
Marcel sah so aus als ob er gleich vom Glauben abfallen würde.
"Nein! ich bin nicht wegen dir hier, ich bin hier wegen etwas was viel älter ist als du."
Erics Gesichtszüge wurden ernst
"Wenn wir nicht handeln werden wir sterben verdammt noch mal!"

Marcel schaute Eric fragend an, er verstand nicht, etwas was Älter war, ok, aber wer sollte das sein? In dieser verdammten Stadt hatte er bisher nichts kennen gelernt was älter war als er.
"Es geht um sehr wichtige Dinge mein Freund."
Sagte Eric und reichte Marcel die Hand. Marcel konnte die Ernsthaftigkeit die in Erics Gesicht geschrieben war regelrecht spüren, seine Blicke bohrten sich tief in seine Seele ein.

"Hast du mich denn wenigstens einwenig vermisst?"
Fragte Marcel dann nach einer geraumen Zeitspanne und schaute ihn von der Seite an. Eric fing an zu lächeln, natürlich hatte er ihn vermisst, sehr sogar. Die Jahre die sie sich nicht gesehen hatten, hatten auch sein Herz müde werden lassen. Doch nun hatten sie beiden sich durch des Schicksals Hand wieder gefunden, ein Zufall konnte es nicht sein, da war sich Eric hundertprozentig sicher.
"Ich habe sehr oft an dich gedacht, vielleicht sogar zu oft."
Sagte Eric und schaute zu Boden, Traurigkeit machte sich in ihm breit, es hatte sich so viel verändert in den vergangen Jahren, nichts war mehr so, wie es einst gewesen war.

Sollte Eric ihm von den Problemen erzählen? Nein, dachte er sich und versuchte ein Lächeln hinzubekommen.
„Was treibt dich zu dieser späten Stunde in diese Gegend?
Fragte Eric und versuchte all seine Gedanken über Bohrt zu schmeißen. Dann erzählte er ihm von diesem unaufhörlichen Drang zu trinken.

Auch Eric fand es recht seltsam, es war für ihre Art zwar nichts ungewöhnliches, doch in diesem Ausmaß hatte er es auch noch nicht erlebt. Marcel sah müde, ausgelaugt aus, irgendwie bleich, bleicher als einer ihrer Art eigentlich sein sollte. Eric war sich nicht sicher, hatte dies alles vielleicht mit dem zu tun warum er hierher gekommen war? Sollten das die Vorzeichen sein?
"Ich habe so schrecklichen Durst."
Sagte Marcel und vergrub sein Gesicht hinter seinen Händen.

Eric dachte kurz nach, sollten es wirklich die ersten Anzeichen sein das ES beginnt??
Damals waren so viele unserer Art gestorben jämmerlich zugrunde gegangen an ihrem Blutdurst. Nur weil eine einzige ihren Blutschwur nicht gehalten hatte?
"Marcel ich weiß das du Durst hast, aber ich kann dir nicht helfen, noch nicht."
Marcel war den Tränen nahe so quälend nagte der Durst an ihm.

Marcel wollte am liebsten alles vergessen was war, die stille Nacht mit ihrem wunderschönem Blick auf die Sterne, das Gelächter der Menschen, das Rascheln der Blätter und das leise in einem rhythmischem Takt schlagende Herz seines alten Freundes. Es war banal, doch in diesem Moment zerfiel der Traum der Unsterblichkeit, alles in ihm fing an zu brodeln, zerreißend war der Gedanke, das Gefühl unter zu gehen. Eric saß neben ihm und hielt seine Hand, das was er spürte, kam einen Kampf gleich, ein Kampf der zwar schon öfters ausgefochten worden war, jedoch noch nie in diesem erschreckenden Ausmaß.
"Es gibt Dinge die kann ich dir nicht erklären guter Freund, doch eines ist gewiss, ich werde dich nicht alleine damit lassen, versprochen."
Sagte Eric und reichte ihm ein kleines mit Blut gefülltes Fläschchen.

Marcel riss es ihm aus der Hand, öffnete das Fläschchen und trank es in einem Zug lehr. Doch auch nachdem er getrunken hatte, spürte er das es nicht ausreichen würde, es war ein Irrwitziges Spiel was ihn heimgesucht hatte, ihn niederknien lies, wo mal er es nicht wollte. Seine Gier ließ ihn innerlich erzittern, so dass er glaubte nicht mehr im Realen Leben zu sein. Eric fing ihn auf, hielt ihn in seinen Armen und spürte wie kraftlos er war. Und so wollte er ihn dann mit zu sich nach Hause nehmen, Bewusstlos und in Dimensionen gefangen die bisher noch kein einziger Vampir zuvor gesehen hatte.

"Eric hast du ihn gefunden?“  
Fragte eine weibliche Stimme als Eric das Haus betrat und die Tür hinter sich zu zog.
"Ja habe ich, er schläft ich habe ihm das gepanschte Blut gegeben damit er erst einmal schläft."
Eric legte Marcel in einen Art Sarg, wo rauf sich die Frau daran machte Marcel an einen Gerät anzuschließen.
"Mach dir keinen sorgen Eric so lange er schläft und ich ihn überwache wird er nicht sterben!"
Eric lächelte nur müde und nahm Jaqueline dankbar in den Arm.

Marcel befand sich immer noch in einem Nebel der Endlosigkeit, alles was er erkennen konnte war das rote Tischtuch was zu Boden gefallen war und vom Wind weggetrieben worden war. Der rote Faden der durch seinen gepeinigten Leib gezogen wurde hinterließ in ihm ein schreckliches Bild. Es war das nackte Grauen was sich vor ihm auftürmen sollte, es ergriff seine dürstende Kehle und lies ihn unverständliche Worte brabbeln. Nichts, aber auch rein gar nichts hätte dieses unwirkliche Treiben aufhalten können, es war ein Spiel was er nicht spielen wollte, eine Gefahr die so lüstern war dass sein Blut anfing zu kochen und doch konnte er innerlich spüren das es eiskalt wurde. So wie sich der Tod anfühlte so fühlte sich im Moment diese schreckliche Hand an die nach ihm gegriffen hatte.

Marcel war unruhig er wand sich wie ein Fisch auf dem Trockenen. Schweißgebadet lag er im Bett und versuchte sich aus der kalten Umklammerung zu lösen. Eric war besorgt, eigentlich hätte er es nie drauf ankommen lassen sollen, doch es hatte keine andere Möglichkeit gegeben. Jaqueline stand neben ihm, sie hatte ihn noch nie so gesehen.
"Er wird wieder der Alte, ich habe es dir versprochen."
Sagte sie dann und legte ihm ihre Hand auf die Schulter.


Zuletzt von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 3:04 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:32 pm

"Nichts wird in Ordnung, es ist alles aus den Rudern gelaufen, dass hier hätte alles nicht geschehen dürfen."
Sagte Eric und sprang erbost auf, trat zu Marcel ans Bett und hätte ihm am liebsten das gepanschte Blut aus dem Körper geholt.
"Wie konnte ich bloß auf deinen Rad hören, wenn er stirbt, dann ist das meine Schuld."
Eric ballte seine Faust und schlug auf die kleine Kommode die neben dem Bett stand.
"Er ist mein Freund, nicht irgendeiner, nicht irgendein Wesen was gerettet werden will, sondern ein Freund der mir sehr am Herzen liegt."

"Eric bist du immer noch so ein Dummkopf wie vor 800 Jahren? du weist genauso gut wie ich das er ohne das gepanschte Blut sterben wird, es ist nicht das was wir ändern müssen, wir müssen den alten Fehler wieder gut machen den du damals gemacht hast!"
Jaqueline schaute zum Tischchen rüber, wo sie den Talisman hingelegt hatte nachdem sie ihn Marcel abgenommen hatte.
"Also ist der Wächter tot und sie frei .nun gut möge das Spiel von neuen beginnen."
Jaqueline lächelte teuflisch in die Richtung von Eric.
"So sei es!"

Ja Eric hatte einen großen unverzeihlichen Fehler gemacht, einen Fehler den er aber leider nicht mehr Rückgängig machen konnte. Und als er zu Marcel schaute, wusste er wieso sie sich die ganzen vielen Jahre über nicht gesehen hatten. Er hatte nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen seinem Freund gegenüber, aber das was an ihm nagen sollte, tat nicht nur weh, nein, es ätzte ihm alles an Seele weg was noch in diesem Unsterblichen Körper vorhanden war. Eric drehte sich zu Jaqueline um und bad sie nach draußen zu gehen, er wollte mit Marcel alleine sein.
"Es tut mir so Leid mein Freund, ich hätte das damals alles nicht tun dürfen, ungefragt habe ich dir das Leben genommen, habe damit etwas angezettelt was uns allen wahrscheinlich bald den Kopf kosten kann."
Sagte Eric und schloss mit einpaar blutigen Tränen seine Augen.

"Hallo Eric wie ich sehe immer noch dasselbe Weichei?
Eric erstarrte, es lief ihm kalt den Rücken runter, diese Stimme konnte nur einer gehören, sie gehörte hier, ja dieser verdammten Kreatur die er damals nicht im Stande war zu töten.
Ein abgehackter Kopf rollte vor Erics Füße
"Einen feinen Wächter hast du da!"
Erwiderte Siren mit gehässigen Lachen.
Eric dachte nach, war denn nun alles vorbei, er wusste dass er sie so nicht töten konnte.

Dann öffnete er seine Augen wieder, starte auf das Gesicht seines Freundes und wusste dass es nur ein Wachtraum gewesen war. Siren verfolgte ihn schon die ganzen Jahre über, immer und immer wieder hallte das Gelächter in seinem Kopf umher so dass er kaum eine ruhige Minute fand. Marcel zu schützen war eines der Wichtigsten Dinge die es für ihn gab, nichts anderes außer der eigenen Arterhaltung. Er sah so friedlich aus, so rein wie das kühle Nass eines Bergsees und doch schlummerte in ihm eine Kraft die Marcel selbst nie hätte einschätzen können. Siren würde ihn niemals bekommen, niemals würde er Marcel opfern, er war einer der jenigen die alles entscheiden konnten.
Marcel kam nur langsam zu sich, mit blinzelnden Augen schaute er Eric an und versuchte sich aufzurichten, doch Eric hielt ihn zurück.
"Nicht, du musst liegen bleiben."
Sagte er und drückte ihn zurück ins Kissen. Marcel fühlte sich ausgelaugt, hilflos auf einer Art und Weise und kaum im Stande einen klaren Gedanken zu fassen.
"Was ist passiert?"
Fragte er Eric und spürte auf einmal diesen innerlichen Druck der sich immer mehr in seinem Körper ausbreitete.
"Später mein Freund, nicht jetzt, du musst dich erstmal erholen."
Sagte Eric und schaute aus dem kleinen gegenüberliegenden Fenster.

Der Mond schien direkt ins Zimmer, so dass Eric anfangen sollte zu träumen. So schön war er anzusehen und doch war er ein Laster das ihn die ganzen Jahre über begleitet hatte. Am besten wäre es wohl gewesen er würde alles einfach vergessen können, doch so einfach wurde es ihm leider nicht gemacht. Schon wieder ertönte auf einmal dieses schäbige Lachen in seinem Kopf. Siren konnte einfach keine Ruhe geben, das dunkle Wesen drang so tief in ihm ein, das Eric zuerst glaubte den Verstand zu verlieren.

"Was bedrückt dich mein Freund, du siehst so verwirrt aus?"
Hörte Eric seinen langjährigen Freund fragen und schüttelte den absurden Gedanken von sich der sich in ihm ausgebreitet hatte.
"Nichts, es ist nichts."
Sagte Eric, belog sich dabei aber selbst und konnte nicht fassen dass er Marcel so anlog. Doch es sollte ihm nichts anderes übrig bleiben es war die einzige Chance Marcel zu schützen, wo mal dies wahrscheinlich unmöglich war. Irgendwann würde Marcel erfahren was wirklich geschehen war und das sie alle in großer Gefahr schweben sollten.

Etwas weiter entfernt sah man ein dunkelgekleidetes Wesen an einer Barkbank stehen, den Kopf in den Nacken gelegt starte es in den immer dunkler werdenden Himmel auf.
"So ward der dunkle Himmel auf, die Sterne werden vergehen, nichts wird mehr so wie es einst mal war, Dunkelheit wird sich übers Land legen."
Hörte man das Wesen in einem fast schon betenden Tonfall sagen. Dann drehte es sich langsam um. Seine Augen fingen an zu glühen und als es zu Boden schaute, brannten sich zwei tiefe Löcher in den Boden ein.

Die Atmosphäre war gespannt, man konnte regelrecht einen gewissen Grad an Elektrizität spüren die sich immer weiter ins Erdeninnere zog.
"Die Finsternis ward mein Zu Hause, das Blut was aus Euren Leibern fließt ist mein Lebenselixier."
Sprach das Wesen und erhob erneut seinen Kopf in den Himmel. Die Szene erinnerte an ein Engelsgleiches Wesen was zu Gott sprach und dennoch hatte dieses Wesen nichts mit einem dieser Kreaturen zu tun. Schatten, Nebelartige Schwaden umschlungen das Wesen und ließen es noch geheimnisvoller werden.

Es war einer der ersten, der dort stand und die alten Mächte anrief, besessen darauf die drei schwarzen Engel wieder zu erwecken.
Wesen die dem Licht abgeschworen haben, die dennoch immer Gerechtigkeit und Wahrheit die Treue schwören. Sie waren es die Siren verbannten bevor sie alles zerstören konnte.
Ein mag erschütternder schrei halte durch die Stadt schwarze Flügel breiteten sich aus, und auf Marcels Bett segelte langsam eine einzige schwarze Feder.

Marcel wachte erschrocken auf schaute um sich und erblickte auf einmal diese Feder. Nach dem er sie in die Hand genommen hatte, musste er sie erst einmal betrachten. Irgendwie hatte die Feder etwas Magisches an sich, etwas was er zuvor noch nie gesehen hatte. Von wem sie wohl war, fragte er sich und glitt dann in die Welt der Träume über.

Und so erhob auch er sich in die weiten seiner eigenen Fantasy, durchquerte das Land seiner Träume und verfiel den Mächten seines eigenen Schicksals. Zuerst war die Ruhe vollkommen, sie zog sich dahin wie ein seichter Schleier am Morgengrauen, doch dann ertönte ein weiterer Schrei. Es war der Lockruf des Bösen und dennoch spürte er, das er die Hilfe eines fast schon vergessenen Wesens inne hatte, eines Wesens was nie zugelassen hätte, das ihm etwas Böses geschehen wäre. Marcel sah sich auf einem Hügel stehen, hinabschauend betrachtete er das weite Land und spürte dass es das Land der Ruhe und Vollkommenheit sein musste. Und so wie in Biblischen Worten einst geschrieben war, hätte man denken können das er das Paradies erblickt hätte, doch all dies war nur ein Trug, ein Gemälde was nur entstanden war um ihn zu täuschen.

Als er den Hügel hinab stieg, spürte er wie schwer seine Beine wurden. Müdigkeit, unendliche Müdigkeit machte sich in seinem Körper breit. Wo war er bloß, alles um ihn herum schien so real und doch wusste er, trotz das er sich in einem Traumzustand befinden sollte, das alles was er sah nur eine Einbildung seiner eigenen Gedanken war. Fast schon hilflos lief er weiter, schaute sich um und spürte wie sich ein beängstigendes Frösteln über seinen Rücken zog. Kälte legte sich auf seine Gliedmaßen so dass jeder Gang erschwert wurde und er nur stockend vorankam.

Im gleichen Zuge spürte er wie ihn die Unendlichkeit packte, sie riss ihn gewaltsam herum und lies ihn erstarren. Das was er dann sah, war entweder wirklich nur ein böser Traum, oder er sah Dinge die eigentlich nicht vorhanden sein durften. Angsterfüllt ging er weiter, immer noch stockend. Schwarze Gestallten hüllten ihn ein und ließen ihn nicht mehr los. Sie huschten um ihn herum, fingen ihn an zu foppen.

"Marcel wach auf!"
Marcel spürte zarte Lippen auf seinen und doch waren sie so kalt.
Als er die Augen öffnete sah er verschwommen eine Gestalt die sich über ihn beugte, nur die rabenschwarzen Flügel die waren mehr als deutlich zu erkennen.
"Wer bist du?"
Marcel versuchte sich hinzu setzen, er versuchte einfach aus dieser peinlichen Situation zu flüchten doch die Gestalt mit den Flügeln hielt ihn fest.
"Marcel du warst tot das du jetzt so verwirt bist ist ganz normal!"
Die Gestalt schaute ihn an so stechend das Marcels Herz fast zu zerspringen drohte.

Der Kuss war so unverhofft eingetroffen, verwirrt schaute er in das ebenmäßige Gesicht eines jungen Mannes, dessen Gesichtszüge ihn auf einer Art fast schon Mädchenhaft erschienen, und doch war er ein junger gut aussehender Mann. Die schwarzen Flügel umschlossen seine Schultern und hüllten ihn wie in einem flauschigem Bett liegend, vollkommen ein. Behütend, beschützend vor dem was ihn ergriffen hatte, hielt der junge Mann ihn in seinen Armen und schaute ihn mit gütigen Augen an. Marcel spürte diesen Druck auf seinem Herzen, unnatürlich für seine Art spürte er etwas was mehr an Leben erinnerte als an ein Untodes Wesen.
"Aber wieso war ich tot, ich kann nicht sterben, jedenfalls nicht so einfach?"
Marcel war mehr als nur verwirrt er war gefangen in einem endlosen Strudel von Gefühlen, Gefühle die sein Herz schon seid Jahrhunderten nicht mehr fühlen sollte.

" Du spürst das weil dein Herz für ein paar Sekunden wieder am Leben war! mehr kann ich dir leider nicht schenken Marcel, du weißt warum nicht war?"
Die Flügel des Wesens breiteten sich zur ihrer vollen Größe aus und bevor er für immer wieder verschwand konnte Marcel nicht anders als ihn aufzuhalten."
Raven warte warum bist du zu mir gekommen und nicht die anderen?"
Raven zwinkerte ihm zu und verschwand dann, nur die eine schwarze Feder sollte noch eine Weile in der Luft herum tanzen.

Marcels Gesichtsausdruck wurde traurig, so traurig wie noch nie in seinem ganzen Leben. Sachte ergriff er die heruntergefallene Feder, nahm sie und hielt sie gegen das dämmernde Licht. Raven dachte er sich, Raven ein Bote seines Schicksals? Marcel wusste es nicht, es war lange her das er Raven begegnet war, so lange das es fast schon nicht mehr war sein sollte. Dann, während er die Feder am betrachten war, erinnerte er sich daran zurück wie es sich angefühlt hatte zu leben, ein schönes Gefühl und doch so bittersüß das ihm fast schlecht davon wurde. Marcel liefen einpaar Tränen herunter, blieben an seinen Lippen hängen und auch hier schmeckte er die bittere Süße die nie enden wollte.

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:32 pm

Es zuckte wie ein Feuerwerk durch Marcels Gedanken, als er sich erinnerte. Damals als er zum Vampir wurde, war es nicht sein Meister der das getan hatte, nein es war Raven!!
Aber wie?? Die einzige mögliche Erklärung währe das er sich gewaltsam die Kontrolle über meines Meisters Körper verschafft haben muss. Nur warum?

Marcel konnte nicht wissen das alles was sein Meister ihm erzählt hatte die Unwahrheit gewesen war. Nicht er war es gewesen der ihn verwandelt hatte, sondern Raven. Marcel stand auf, nur langsam, immer noch geschwächt hielt er sich am Bett fest und schaute zum Fenster. Draußen war es am Stürmen, der Vorhang flog empor und auf einmal traf es Marcel wie durch Urgewallten und lies ihn rücklings zurück aufs Bett fallen. Erschocken über das was geschehen war, schaute er erneut in Richtung Fenster und als er genauer hinschaute erkannte er einen dunklen Schatten am Fenster stehen.

Als er auf die Rabenfeder schaute die er in der Hand hielt, spürte er wie verbunden er doch mit Raven war, es war ein Bündnis was er noch nie so richtig begriffen hatte und doch glaubte er immer wieder etwas mehr von ihm entfernt zu sein. Es war Sehnsucht die in ihm weilen sollte, eine Erinnerung die wie Nebelschwaden in seinem Inneren lebten. Während er so am Fenster stand, die Rabenfeder betrachtete, braute sich etwas weiter entfernt etwas zusammen was weder er noch Raven oder sein Meister kennen sollte. Es war die Gewaltige Macht des Bösen die auferstanden war. Sie breitete sich immer mehr aus und sollte alles in sich verschlingen.
Kleine Glöckchen hallten durch die Menschenlehre Nacht, Gargoyles erhoben sich aus ihren steinernen Gräbern nur um sich in das Gefolge von Siren einzureihen. Sie hatte ein Ziel sie wusste ganz genau was sie tun musste sie wollte Marcel.
"Wie konnte Raven nur so unendlich dumm sein und glauben das ich ihn nicht finden werde, haa als kleinen Unsterblichen wollte er ihn verstecken, was für eine Beleidigung wo mal Marcel doch ein schwarzer Engel ist, nur zu gut das Marcel es nicht weiß!!!" Siren breitete ihre Flügel aus und ihre Flügel waren Weiß!

Raven saß nachdenklich über eines seiner uralten Bücher und blätterte hin und her. Wo war es noch mal? Ravens Gesichtsausdruck verfinsterte sich leicht. Irgendwo musste die Stelle doch zu finden sein.
"Ein Weißer Engel wird sich erheben, doch seit auf der Hut dies alles ist nur ein Trug." Murmelte er immer wieder vor sich her und schlug das dicke Buch dann mit einem gewaltigen Satz zu.
"Verdammt."
War zu hören, die Miene immer noch so finster wie die Nacht.

Raven wanderte im Raum auf und ab, sein Gehirn materte sich zu Tode. Was hatte er übersehn?? Welches kleine Staubkorn hatte sich vor ihm versteckt und wollte sich ihm nicht offenbaren? Auf einmal haftete sich sein Blick auf ein stück Papier was wohl zur Boden gefallen sein musste als er das Buch aufgeschlagen hatte.
Gerichtet wird über alle
wenn der Engel steigt
aus seinem kalten Grabe
aufhalten du nicht vermagst
das Flügelwesen mit
des Teufels Gunst und
des Himmels Wille
Liebe soll richten.

Raven schaute sich die Zeilen immer und immer wieder an, fing erneut an zu grübeln.
"Liebe soll richten.“
Sagte er im Stillen zu sich selbst und strich sacht über das Papier. Auf einmal fing in ihm etwas an zu kribbeln, es war ein seltsames Gefühl, ein Gefühl was ihn noch nachdenklicher stimmte. Liebe soll richten, immer wieder traten diese drei Wörter in sein Gedächtnis und ließen ihn nicht los. Gefangen in diesen Worten trat er ans Fenster und schaute zum Mond hinauf.

Der Mond färbte sich blutrot wodurch die Nacht nur noch schwärzer erschien.
Das alte Böse baute sich unaufhaltsam zu einer undurchdringlichen Mauer auf, Blumen verwelkten und Tiere machten sich auf ihren letzten Atemzug gefasst.
Raven kniete nieder, beseelt von einen letzten funken Hoffnung in dieser rabenschwarzen Nacht.
"Mögest du mir vergeben für meine Taten.“
Seine Flügel breiteten sich zu ihrer vollen Größe aus und mit einem Flügelschlag verschwand er in der Nacht.

Er war sich nicht sicher, ob er es wirklich riskieren sollte, doch im Nachhinein wusste Raven das es keinen anderen Ausweg mehr gab.

Lyra trat auf die überfüllte Straße und zog ihren Mantelkragen höher. Als sie weiter ging, spürte sie auf einmal dass etwas Schlimmes geschehen würde. Dunkelheit breitete sich aus, immer weiter in die Menschenüberfüllte Stadt hinein. Wie die Schwingen eines Adlers zogen sich die dunklen Schatten immer weiter.
"Nicht schon wieder."
Hörte man sie sagen.

Langsam ging sie weiter, griff in ihre Manteltasche und holte ihren Talisman heraus, erhob ihn und schloss mitten beim laufen ihre Augen.
"Mögen mich meine Schutzgeister im Kampf gegen die Dunklen Mächte begleiten."
Als sie dies sagte hörte sie auf einmal einen schrillen, mag durchdringenden Schrei und riss ihre Augen wieder auf.
Ein großer pechschwarzer Vogel kam auf sie zugeschossen, pfeilschnell sauste er über ihren Kopf hinweg und fing an zu krächzen.

Eine Scharr Vögel folgte dem einen so dass der Himmel noch dunkler wurde.
Lyra richtete ihren Blick wieder zum Himmel und steckte ihren Talisman wieder in die Manteltasche. Die Stille erreichte ihren Höhepunkt, doch Lyra störte sich nicht daran sie kniete nieder und öffnete einen schwarzen Koffer den sie bei sich trug. Die Stille zerbrach als sie ihrer Geige die ersten Töne entlockte.

Langsam fing sie an mit dem Geigenbogen über die Saiten zu streichen, doch dann wurde sie immer schneller. Es war wie eine Art Beschwörung, unheimlich und irgendwie so wie als ob sie einen Kampf am ausfechten war. Unaufhörlich glitt der Bogen über die Saiten, ihre Augen hielt sie dabei geschlossen wie als ob sie es verhindern wollte das man sie ansah. Dann vernahm sie ihren Namen. Laut und krächzend wurde er immer wieder gerufen.
"Lyra, Lyra."

Silbrig glänzende Tränen bahnten sich ihren Weg über Lyras Gesicht, zu lange hatte sie die Rufe überhört zu lange hatte sie sich als Mensch gefühlt.
Sie setzte die Geige zu ihrem letzten Lied an und die Geige fing an zu brennen, wahrlich schwarze Flammen verzerrten sich an dem Holz der Geige.
Damals hat sie einen Schwur geleistet, hat Stunden von Qualen ertragen nur um dann mit stolz ihre Tattoowierungen des Ordens zu tragen.
Die Geige zerfiel zu Asche und so zerfiel auch die Menschlichkeit, die Zeichen des Ordens brannten sich wieder in ihre Haut.

Und so erhob sie sich in die Lüfte. Ein silbrigfarbener Engel mit schwarzen Flügeln. Noch lange konnte sie ihren Namen hören, bis sie dann irgendwann Platz nahm auf ein Hochgelegenes Dach. Mit ihren schwarzen Flügeln schwingend schaute sie herab zu den Menschen und fing innerlich an zu lachen. Sie hatten alle keine Ahnung, waren Nichtswissende Kreaturen die am liebsten wohl gestorben wären als zu wissen dass der Untergang so nahe war.
Lyra hob sachte ihre Hand, unter Ohrenbetäubenden Gekrächzte nahm ein stattlicher schwarzer Rabe auf ihrer Hand platz. Der Vollmond ging auf und hob die schwarzen Wolken aus ihren Grundfesten, zerrissen lagen sie nun da am Himmel wodurch der Mond nur noch mehr Erfurcht gebietend aussah.
Lyra liebte dieses Schauspiel und ließ sich dazu hinreißen noch einen Augenblick zu verweilen.
Es war einfach zu atemberaubend wie die Mondstrahlen auf ihrer Haut tanzten.

"Ihr solltet Euch bereithalten."
Sprach der Rabe zu ihr und tippte sie mit seinem Schnabel an.
"Ja ihr sprecht weise Worte werter Gumling, ich muss mich wahrlich bereithalten, das Böse sitzt uns bereits im Nacken."
Sagte Lyra und schaute betrübt nach unten.

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:33 pm

Lyra hob ihre Hand in die Luft und Flammen züngelten auf, aus genau diesen Flammen tauchte ihre Geige auf. Die Melodie erklang und lockte die ewigen Wächter hervor, die Luft zerriss vor Spannung und Gumling zeigte sein wahres Gesicht. Ein junger Mann war er nur etwas sollte nicht stimmen, ja seine Augen sie wahren schwarz und schaute man hinein so schaute man in den Abgrund. Gumling hauchte Lyra einen Kuss zu und verschwand in der Nacht.

Gumling ein Wesen was man selten zu Gesicht bekam und doch war er Lyras engster Begleiter. Er wachte über sie wie ein Engel. Über ein Jahrtausend hatte er bereits die bewacht die dem Dunklen abgeschworen hatten. Er hatte eine Gabe, eine Gabe die niemand mit ihm teilen wollte. Die Sicht in die Abgründe derer die sie versuchten zu beeinflussen hinterließ in ihm immer wieder Narben, Narben die niemand zu Gesicht bekam und dennoch da waren.

Mit schmachtenden Blicken verfolgte Lyra den gut aussehenden jungen Mann. Sein pechschwarzes Haar flatterte im Wind, selbst sein Duft konnte sie aus der Entfernung noch vernehmen. Wie oft hatte sie es sich gewünscht ihm einmal nahe zu sein doch alles was ihr blieb waren sachte Berührungen seinerseits. Sie stellte sich vor das sein Kuss sie berührt hätte, ging sich mit dem Zeigefinger über ihre Lippen und schloss für einen kurzen Moment die Augen.
"Nur ein Mal, ein einziges Mal möchte ich dich spüren."
Flüsterte sie in den Wind hinein.

"Lyra?"
Raven schaute nachdenklich drein.
"Was machst du hier??
Raven knirschte mit den Zähnen.
„Dein Siegel du hast es gebrochen!"
"Mein Süßer glaubst du ich lasse mir das hier entgehen?"
Lyra lächelte verführerisch.
Sie schmiegte sich wie eine Katze an Raven an. Raven fing an zu lachen.
"Glaubst du das würde Gumling gefallen das du mit mir anbandelst?"
Genau diese Wörter trafen Lyra wie ein Schlag mitten ins Gesicht.
"Ich bandle’ nicht mit dir an."
Keifte sie Raven beleidigt an und senkte ihren Blick.
"Nicht?"
Hauchte er ihr ins Ohr und strich ihr eine ihrer Strähnen die ins Gesicht gefallen waren bei Seite.
"Nein ich habe es nie und werde es auch niemals tun, ende der Diskussion."

Raven lachte und musterte dabei Lyras Gesichtsausdruck.
"Meinst du wirklich das du jemals das bekommst von Gumling was du dir die ganze Zeit erhoffst?"
Ravens Lachen wurde lauter als er ihre jetzigen Gedanken las.
Sie wollte tatsächlich nur Gumling, nur einen einzigen Kuss von ihm obwohl das ihren Tod bedeutet würde.
"Lyra meinst du nicht dass ich eine viel bessere Wahl wehre? Meine küsse sind nicht ganz so tödlich.“

Sagte Raven und strich sich elegant durch sein schwarzes Haar.
"Du, du hast Marcel, wozu brauchst du mich?"
Lyra fing an zu grummeln und schaute in den Himmel.
"Hey einwenig Abwechslung tut auch mir mal ganz gut."
Sagte Raven und fing erneut an zu lachen.

"Ach halt doch deinen Mund, du hast doch von Liebe überhaupt keine Ahnung."
Keifte sie und umklammerte ihre Geige.
Das hätte sie lieber nicht gesagt, schlagartig verwandelte sich Ravens Gesichtsausdruck von belustigend zu traurig.
Natürlich wusste er was Liebe war, Liebe hatte ihn die ganzen Jahre begleitet, Lyra wusste das ganz genau, doch immer wieder musste sie ihn damit aufziehen, als ob es ihr Spaß bereiten würde.
"Du weißt dass ich ihn liebe, nur ist es eben nicht so leicht wie du es dir vorstellst werte Lyra."

Lyra antwortete nicht und wandte sich von ihm ab um die Stadt zu überblicken, doch eigentlich suchte sie nach Gumling.
Die Aussicht dass sie hier mit Raven war hellte ihre Stimmung nicht gerade auf.
Auf einmal merkte sie zwei starke Hände die um ihre Taile griffen und sie in die Luft zogen.
Lyras Sinne schärften sich.

Doch es war nicht Raven der sie in die Lüfte hob und als sie bemerkte wer es war, glaubte sie zunächst an ein Wunder. Hatte er ihre Sehnsucht gespürt oder wieso war er zu ihr zurückgekommen? Fragte sie sich und schaute in das makellose markante Gesicht ihres Angebeteten.
"Gumling was tust du da?"
Fragte sie ihn erschrocken über dass was er tat und schaute genauso erschrocken zu Raven rüber der immer noch ein schelmisches Grinsen auf den Lippen trug.
"Na dann wünsch ich dir viel Spaß beim sterben."
Sagte Raven, musste dann aber zugeben dass es recht sarkastisch und unpassend war.
"Gumling nicht das darfst du nicht machen."
Schrie sie ihn förmlich an und versuchte sich aus seiner Umklammerung zu lösen.
"Keine Sorge Liebes, es wird dir nichts geschehen."
Sagte er zuversichtlich und zog sie immer näher an sich ran, so nah bis sie seinen warmen Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte.
Raven hingegen schaute sich dieses reichlich absurde Schauspiel lieber vom Weiten an und konnte nur noch genervt mit dem Kopf schütteln.

Seit Jahrhunderten schlichen sie nun schon um einander herum. Raven drehte sich um und zündete sich eine Zigarette an.
Lyra hob ihren Kopf und schaute Gumling in die Augen, sie schaute in ihre eigene Seele und war sich dabei nicht bewusst was sich für Abgründe dabei auftaten.
Gumling zuckte schmerzlich zusammen als er in Lyras Seele blickte.
Er hatte von weiten die ganze Zeit Ravens und Lyras Gesprächen und Gedanken gelauscht doch was er jetzt zu sehen vermochte hatte er sich selbst in seinen schlimmsten Träumen nicht gewagt in Erwägung zu ziehen.

Das was er sah, ließ ihn taumelnd zurück fallen. Erschocken über die Bilder wollte er sich von ihr lösen doch irgendetwas ließ ihn nicht gehen.
"Ich hab dir von vornherein gesagt, lass es Gumling aber du konntest ja mal wieder nicht hören."
Murmelte Raven in sich hinein und zog an der Zigarette.
"Das Weib ist gefährlich, ich hab’s schon immer gewusst, gefährlich und unberechenbar."
Gumling konnte Ravens Einwände nicht hören, immer weiter wurde er in die dunkelsten Ecken Lyras gezogen.

"Gumling kannst du sehen was ich in Wirklichkeit bin, kannst du meine wahre Gestallt erkennen?"
Hallte es in seinem Kopf umher und ließ ihm einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. Als er seine Augen nicht mehr von ihren abwenden konnte glaubte er sogar einen Stich mitten ins Herz zu bekommen. Angsterfüllt flehte er sie an ihn gehen zu lassen, doch alles was Lyra ihm offenbarte zog ihn noch um einiges weiter hinein.
"Schenk mir einen Kuss, erlöse mein Sein, erlöse meine gepeinigte Seele und lass uns hinfort fliegen, weit hinaus in den nächtlichen Himmel."

Raven wurde diese Spielchen was Lyra da trieb so langsam zu bunt und breitete seine Flügel aus um nur wenige Flügelschläge später Lyra an der Taile zu packen und sie Gumling zu entreißen.
"Gumling willst du wirklich für einen kleinen Kick dieses Spielchen spielen du weißt ganz genau wie gefährlich das für dich ist!"
Raven berührte Lyra an der Stirn und murmelte dabei ein paar unverständliche Worte. Lyra sackte in seinen Armen zusammen.
"Bete dafür das es keiner mitbekommen hat was du gerade im begriff gewesen bist zu tun!"

Gumling sackte zu Boden, schaute unverständlich zu den beiden rüber und konnte kaum glauben was er gesehen hatte.
"Was, was hast du getan?"
Hörte Raven ihn sagen und versuchte Lyra fest im Griff zu halten.
"Das wollte ich nicht, wirklich nicht."

"Du dummes Kind du."
Raunte Raven sie an und konnte nur hoffen das Gumling keinen bleibenden Schaden davon tragen würde.
"Raven ich, ich."
Fing sie an zu stammeln und versuchte sich aus Ravens Griff zu lösen.
Kleine Silberne Tränen traten an die Oberfläche und tropften auf Ravens Handgelenk.

Sie brannten sich wie Säure in seine Handgelenk und Raven musste Lyra wohl oder übel los lassen, und so verflog auch der Bannzauber den er vorhin über Lyra gelegt hatte.
Das Zahnrad hatte sich in Bewegung gesetzt und es war nur noch eine frage der Zeit bis man Lyras Gedanken in der ganzen Stadt vernehmen würde.
Er musste was unternehmen und das was er nun tat würde er für immer bereuen.
Er gab Lyra einen Kuss auf die Stirn, eine Sekunde schlugen ihre Herzen im gleichen Takt Gumlings Schrei zerriss die Stille.

"Raven, nein."
Gumling konnte nicht verstehen wieso Raven so weit gehen musste, er wusste doch was geschehen würde. Doch nun war es zu spät, Ravens Herz hörte auf einmal schlagartig auf zu schlagen, alles um sie herum wurde dunkelste Nacht. Die Wolken die sich zuvor gelichtet hatten türmten sich über sie auf und ein gewaltiges Donnern war zu hören. Dann fiel Raven zu Boden, blieb zunächst regungslos liegen bevor er nur langsam wieder zu Bewusstsein kam.

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:35 pm

Lyra lag regungslos auf dem Dach, sie sah so friedlich aus wie als ob sie nur schlafen würde. Doch sie war bewusstlos und glitt in ihren Erinnerungen und Träumen umher.
"Was für ein ritt, und so was wolltest du dir entgehen lassen Gumling?"
Bemerkte Raven während er sich wieder aufrichtete, wobei die Ironie in diesen Satz wohl nicht zu überhören war. Gumling machte große Augen als er Raven so sprechen hörte bis ihm erst die Ironie klar wurde, die in dem Satz verborgen lag.
"Raven du, ach vergiss es, du würdest es sowieso nicht verstehn."

War er sich wirklich so sicher?
"Was meinst du damit werter Gumling, was würde ich nicht verstehen können?"
Raven war sauer, so sauer das er Gumling am liebsten eine verpasst hätte.
"Vergiss es einfach, ok?"
Murrte Gumling weiter und kniete sich zu Lyra runter die immer noch bewusstlos auf dem Dach lag.

"Nein ich werde es sicherlich nicht vergessen."
Raunte Raven und trat einen Satz auf die beiden zu.
"Ja und ich habe keine Lust mich mit dir über Liebe zu unterhalten, wir sollten lieber zusehen das Lyra ihr Bewusstsein wieder erlangt und dann von hier verschwinden bevor uns doch noch jemand hier erwischt."
Raven nickte zwar, sah aber nicht so aus als ob er großartig helfen wollte.
"Steh nicht so dumm rum man, tue etwas oder soll ich hier alles alleine machen?"
"Anscheinend fehlt das Wort Dankbarkeit in deinen Wortschatz Gumling oder?"
Raven ging zu Gumling rüber und verpasste ihm eine gewaltige Backpfeife, vielleicht würde er dann wieder klar denken können.
Gumling starte ihn wütend an und verschwand in die Nacht hinein.
"Na toll ja verschwinde ruhig, ich werde schon alleine mit Lyra fertig! Und ja wer weiß vielleicht werde ich ihr zeigen was richtige Freude bedeutet, du scheinst ja all die Jahrhunderte nicht Manns genug dafür gewesen zu sein!"

Grummelte Raven in sich hinein und schaute mit einem etwas geknicktem Gesichtsausdruck zu Lyra runter die anscheint immer noch bewusstlos war.
"Abhauen und am Ende dann noch den Dank für sich gewinnen, na tolle Nummer."
Sagte Raven dann und hob Lyra auf seine Arme.
"Und du, du wirst mir irgendwann noch mal dafür danken Kleines."

Und so wie er dies sagte erhob er sich auch schon mit Lyra in den Armen in die Nacht hinein.
"Das ist wahrlich das letzte Mal das ich so etwas für dich mache Liebes."
Sich umschauend hielt er Ausschau nach Gumling, irgendwo musste der Kerl ja sein. Während des Fluges bemerkte er dann auf einmal wie Lyra aufwachte.
"Wohin bringt du mich?"
Fragte sie flüsternd und schaute zu ihm auf.

"Ich bringe dich zu Eric, der weiß sicherlich was zu tun ist."
Sagte Raven und spürte wie sich alles in ihm verkrampfte, irgendetwas hatte sich in ihm verändert, ein Zustand der ihm total missfiel.

"Was zu Eric, nein, ich will zu Gumling!"
Lyra versuchte sich loszureißen.
Raven brach in schalendes Gelächter.
„Ach meinst du deinen Tapferen Helden der sich vorhin aus den Staub gemacht hatte, ja?“
Lyra schaute ungläubig und Raven erzählte weiter:
"Du mein kleiner Engel wirst brav mit mir kommen und Onkel Eric erzählen was du mit mir angestellt hast, basta!"

Raven erhob seine Rechte Augenbraue leicht und fing innerlich an zu lachen.
"Ich werde ihm gar nichts erzählen, wieso sollte ich auch, ich habe nichts Schlimmes getan."
Sagte Lyra und drehte ihren Kopf von ihm weg.
"Mmh, wenn es so mal gewesen wäre."
Sagte Raven und landete vorsichtig auf dem Fensterbrett was ihn Zutritt zu Erics Wohnung beschaffen sollte.

Dunkelheit traf auf sie herein, so dass Raven nicht erkannte das bereits jemand auf dem Bett lag. Irgendwie hatten seine Augen Schaden genommen, mit einem bösen Blick schaute er zu Lyra und schüttelte nur noch mit dem Kopf.
"Na toll meine Sehkraft haste auch noch geschrottet, na danke."
Lyra dachte gar nicht daran etwas zu entgegnen und stellte sich taub.
Als Raven sie jedoch auf das Bett legte fing sie auf einmal wie eine Furie an zu schreien, irgendetwas hatte sie am Po berührt.

Es war Marcel der tief und fest wie ein Stein am schlafen war.
Raven lächelte kurz aber störte sich nicht weiter daran und drückte Lyra tiefer in die Kissen. Widerstrebend brachte er Lyra mit einen Kuss auf ihre Lippen zum schweigen. Doch der Kuss wirkte bei Raven wie eine Droge.
Mit geschmeidigen Bewegungen ließ er eine Hand unter Lyras Oberteil gleiten und die andere Hand öffnete leichtfertig ihre Hose. Oh ja Raven war fingerfertig und das sollte Lyra jetzt auch bemerken als Raven Ihren Slip zur Seite schob und mit einen Finger in sie eindrang.
Raven hielt kurz inne, ein kurzer Moment wo er wieder klar denken sollte, was hatte dieses Miststück nur mit ihm gemacht?

"Du, du bist."
Fing er an zu stottern und zog seine Hand zurück.
"Ja, was bin ich denn?"
Hauchte sie ihm ins Ohr und versuchte ihn erneut zu sich runter zu ziehen.
Das Marcel immer noch im Bett war störte sie nicht, sollte er es doch mitbekommen, dann wüsste er endlich was für ein Halunke Raven war.

"Lass mich sofort los du Hexe."
Raven schaute zu Marcel rüber und versuchte sich vergebens aus Lyras Umklammerung zu lösen. Er wollte nicht dass Marcel etwas in dieser Hinsicht mitbekam, er liebte ihn und wollte ihn nicht verletzen.
"Du stehst doch drauf Liebster, nun hab dich doch nicht so."
Sagte Lyra lüstern und legte ihre Hand etwas tiefer.

"Ach ja, ich soll mich nicht so haben?"
Raven zog Lyra an sich heran und gab ihr einen Klaps auf dem Po, doch Lyra schien das sogar noch zu gefallen.
Raven hatte genug von ihr wohl mal sie ihn doch schon ein wenig verrückt machte.
Er stieß sie in die Ecke des Zimmers und seine Hände verschwanden in Marcels Hose und was er da fand hatte er sich schon oft im Traum ausgemahlt.

Als sich dann noch Marcel Augen öffneten glaubte er nun vollkommen die Kontrolle zu verlieren.
"Marcel du bist ja wach."
Flüsterte er und spürte wie hart Marcels Glied wurde. Ein Entkommen gab es hier nicht mehr, nun war es zu spät.
"Mich lüsterd es nach deiner Nähe mein Liebster."
Sagte Raven und beugte sich etwas vor so dass er Marcels Lippen berührte.

Marcel wusste zunächst gar nicht wie es ihm geschah, dennoch genoss er Ravens Berührungen so sehr das selbst er auf einmal anfing mit seiner Zunge zu spielen.
"Du machst mich wahnsinnig."
Hörte er Raven sagen und legte seine Hände um seine Hüften.
Lyra war in diesem Moment nicht mehr da, keiner der Beiden sollte sie beachten.
"Hey Männer was soll denn das hier werden, hä?"
Fragte sie und verschränkte beleidigt ihre Arme vor den Oberkörper.

Doch Raven und Marcel waren nur mit sich selber beschäftigt, selbst wenn die Welt jetzt untergegangen wäre, hätte sie das nicht im Geringsten interessiert.
Sie wahren wohl gerade eher damit beschäftigt die Berührungen des anderen vollkommen aus zu kosten. Die Hände der beiden bewegten sich wie im Tanz nur das sie immer öfter in der Hose des anderen wandern sollten. Doch Raven war das nicht genug, er wollte mehr vielmehr von diesen Gefühlen und vor allen mehr von Marcel.
"Habe ich etwas verpasst oder was ist hier los?"
Eric stand im Fensterrahmen und traute seinen Augen nicht.


Doch auch das störte die beiden anscheint nicht, immer weiter sollte sie ihr Liebetolle Spiel führen, so weit das Raven sein Hemd auszog und zu Boden warf.
"Mehr, ich will mehr von dir Marcel."
Hauchte er Marcel entgegen und beugte sich über ihn. Mit seiner Zunge fing er an Marcels Nippel zu lecken, umkreisend leckte er an ihnen und spürte wie sich etwas in ihm regte, es war ein extrem heißes Gefühl, ein Gefühl was ihn in Trance brachte. Marcel schloss seine Augen und genoss einfach nur noch seine Berührungen, so hatte er Raven noch nie erlebt.


Eric stand da, lehnte am Türrahmen und schaute sich das Schauspiel belustigend an.
"Kann man euch beiden eigentlich auch mal alleine lassen."
Sagte er lachend und hatte bis dato noch gar nicht bemerkt dass noch jemand im Raum war.
Als er Lyra erblickte glaubte er zunächst einen Geist zu sehen, Lyra seine Süße Lyra.


"Lyra?"
Eric konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden, doch Lyra würdigte ihn keines Blickes. Sie fragte sich gerade wo Gumling sein könnte und so in Gedanken stolperte sie über den eigentlichen Grund warum sie heute das Haus verlassen hatte.
"Hallo Eric, lange nicht mehr gesehen!"
Lyra schaute ihn abwertend an und wunderte sich mittlerweile über gar nichts mehr. Sollten sie sich doch die Seele aus den Leib vögeln, war doch egal das die Welt ballt unter gehen würde, dachte Sie sich ihm nachhinein.
Eric konnte sein Lachen nicht verbergen als er Lyras Gedanken las.

"Ja was, ich hab doch Recht damit."
Raunte sie Eric an und drückte sich mit voller Kraft an ihm vorbei.
"Hey gönn es ihnen doch mal, Raven war schon so lange hinter ihm her und anscheint hat es jetzt endlich mal gefunkt."
Sagte Eric und fing an zu lächeln.

"Ja und ich bin auch noch dran schuld, wegen mir ist Raven doch über ihn hergefallen, ich hätte meinen Liebeszauber mal für mich behalten sollen."
Murmelte sie in sich hinein und schlug dann mit voller Wucht gegen den Türrahmen.
Eric stand immer noch da und schaute den beiden zu, irgendwie schien es ihr sogar so, wie als ob es ihm gefallen würde.
"Nun komm schon, oder willst du denen auch noch bis zum Höhepunkt zuschauen?"
Fragte sie erbost.

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:36 pm

In dem Moment als er wieder zu Lyra blickte, schaute er unbewusst noch mal in ihre Gedanken und erfuhr was die letzten Stunden geschen war und warum Lyra so eine hervorragende Laune hatte. Eric fing stotternd an zu reden:
"Du hast mit Raven und er hat, das ist nicht war oder? Und was du Gumling angetan hast davon wollen wir wohl gar nicht erst anfangen."
Eric wollte eigentlich noch eine Weile hier bleiben schon aus dem Grund weil man das wohl nicht alle Tage zu sehn bekam, doch jetzt musste er erst mal die Waage wieder ins Loht bringen zumindest ein wenig. Er schnappte sich Lyra und machte sich seinen Geschwindigkeitsvorteil zu nutzen, so dass Lyra erst bemerkte was los war als sie schon draußen vor dem Haus stand.

Währendessen vergnügten sich die beiden weiter. Raven lag bereits vollkommen entkleidet neben Marcel. "Ja, mach weiter, dass ist so schöne."
Stöhnte Marcel und griff beherzt in Ravens dunkle Mähne. Raven spürte die Vollkommenheit in ihrem Treiben, zum ersten Mal waren sie so eng verbunden wie nur zuvor.


Und dann geschah es, es kam unverhofft, so unverhofft dass selbst Raven zunächst nicht verstand was vor sich ging.
Auf einmal spürte er wie sich seine Flügel bilden sollten, breit ausgefächert streckte er sie von sich. Mit einem gewaltigen Ruck drehte er Marcel auf den Bauch, legte sich auf ihn und drang in ihn ein, jeder Stoß war wie eine Art Befreiung, ein Segen für seine Unsterbliche Seele.
Und so wie er ihn nahm, so trat dann auch auf einmal die Lust des Blutes in ihm auf.
Ihre Liebe vollkommen machend wollte er Marcel sein Blut zu trinken geben.

Doch dann mischte sich Eric ein der mit halben Ohr von draußen zugehört hatte.
"Bist du nun ganz von Sinnen Raven, willst du das Siren nun endgültig auf uns aufmerksam wird? Die Geburt eines schwarzen Engels wird nicht im Stillen vor sich gehen, es hört sich zwar nur an wie ein leises Glöckchenklingeln aber das würde genügen!"
Doch Raven biss zu, Stille hüllte den Raum ein und als Marcels Flügel zum Vorschein kamen vernahm man das leise klingen der Glocken, sie erschütterten einen bis tief ins Herz.

Marcels Flügel umschlossen Ravens Körper während er sein Blut trank. Lüstern schaute er dann auf, Raven mitten in die pechschwarzen voller Wollust glänzenden Augen.
"Mehr mein Gebieter."
Fing Marcel an zu betteln und ergriff erneut Ravens Handgelenk.
"Nicht so schnell mein Liebster, du bekommst deine Befriedigung schon noch."

Eric fing an zu toben.
"Verdammt Lyra wir müssen irgendetwas unternehmen."
Schrie er schon fast und hämmerte gegen die Fensterscheibe. Doch nichts von dem was er tat sollte Früchte tragen. Weder Marcel noch Raven waren sich in diesem Moment ihrer Lust bewusst was sie taten.


Nebel stieg auf und waberte langsam über den Bürgersteig, bevor er sich wie selbstverständlich durch die Fensterscheibe ausbreitete.
Eine Gestalt wurde sichtbar und man vernahm wieder das leise klingen der Glocken als die Gestallt den Boden berührte. Das Haus fing an zu vibrieren, unter der Last dass es nun zu beherbergen hatte. Eric brauchte sich nicht wieder zum Fenster umzudrehen er wusste mit tödlicher Genauigkeit wer sie da mit ihrer Anwesenheit beehrte.
"Hallo Raven mein Liebster hast du mich vermist, ich hoffe doch!"
Siren bewegte sich auf die beiden zu wobei bei jedem Schritt die Glöckchen an ihren Füßen erklangen.


Mit einem gewaltigem Ruck wurde Raven von Marcel hinunter gerissen, schlagartig sollte er sich von ihm lösen ohne das Siren ihn berührt hatte.
"Du dummer Junge, du hättest wissen müssen was passiert wenn du ihm dein Blut zu trinken gibst."
Sagte Siren und streckte ihre Arme aus.
Raven lag nackt wie er war genau vor ihren Füßen, zitternd und kaum begreifend was geschehen war.
Marcel war hastig aufgesprungen und starte Siren erschrocken an.

"Was, was."
Fing er an zu stottern und schaute in Richtung Eric und Lyra die bereits Stellung eingenommen hatten.
"Marcel schnell."
Schrie Eric und warf ihm ein silbernes Schwert zu. Ravens Hände umklammerten seinen Brustkorb, seine Augen fingen an glutrot zu werden.

Das Schwert blieb mitten in der Luft stehen und Siren lächelte.
„Kleine dumme Kinder sollten nicht auch noch mit spitzen Sachen spielen!"
Sie schaute zu Raven runter und ein mitleidiger Gesichtsausdruck huschte über ihr Gesicht. "Bist du wirklich so schwach geworden Raven? Ich habe deine Stärke und Durchsetzungsvermögen immer sehr an dir gemocht und jetzt? Du bist nicht mehr als ein schwacher Schatten deiner selbst."
Siren wandte sich wieder Marcel zu machte aber keine Anstalten auf ihn zu zugehen.

"Fass ihn nicht an du Hexe."
Hörte man Raven fast schon flüsternd sagen und dennoch hatte es Siren vernommen.
"Und was ist wenn ich es nicht tue?"
Fragte sie und fing schäbig an zu grinsen.
"Ich werde dich in Stücke reißen dass verspreche ich dir."

Lachend wandte sie sich zu Marcel, ihr Blick eiskalt und unberechenbar.
"Von nun an wirst du Mein sein, von nun an wirst du nur mir gehören."
Marcel versuchte sich zu bewegen doch alles was er versuchte ging ins Leere.
"Marcel du darfst sie nicht Überhand nehmen lassen, du musst dich ihr entziehen."
Hörte man Eric verzweifelt sagen.


"Oh Eric wie immer musst du dich als großen Lehrmeister aufspielen!"
Siren verschwand und mit ihr auch Marcel, nur Lyra bemerkte einen flüchtigen Kuss auf ihren Lippen.
Der Kuss sollte aber einen bitteren Beigeschmack haben, er schmeckte nach Leid und Sehnsucht, sollte Siren doch nicht das Monster sein für die sie alle hielten?

Während Lyra über Siren nachdachte, war Eric bereits bei Raven der immer noch auf dem Boden lag und sich kaum rühren konnte. Sein Blick voller Zorn, Hass auf Siren, voller Traurigkeit und Angst um Marcel.
"Raven komm du musst dich bewegen."
Sprach Eric ihn an und versuchte ihn zu animieren sich endlich zu bewegen.
"Marcel."
Sagte er nur leise und schaute immer zu in die Richtung in der Siren mit ihm geflüchtet war.

Er als sein Erschaffer hätte ihn beschützen müssen, hätte das Leid abwenden sollen doch nichts der gleichen hatte er tun können.
"Eric wohin bringt sie ihn?"
Fragte er mit bebender Stimme und richtete sich nur langsam auf. So hatte Eric ihn noch nie gesehen, so viele Jahre kannten sie sich nun doch in solch einem Zustand hatte er ihn nie erlebt.

Als Eric dann näher hinschaute erkannte er wie sich einpaar blutige Tränen einen Weg über Ravens Gesicht bahnten. Seine Flügel hingen schlaff zu Boden und nichts aber auch gar nichts schien mehr so wie es mal gewesen war.



Um sich abzulenken konzentrierte sich Raven auf andere Dinge.
"Warum steht unsere kleine zickige Lyra eigentlich noch draußen und start die Wand an?" Bemerkte Raven wehrend er sich mit Mühe wieder aufrichtete.
"Ich weiß es nicht."
Antwortete Eric obwohl er sehr genau wusste warum Lyra das tat, doch das würde Raven nur noch mehr belasten.
"Also Eric du weißt doch sonst immer alles, wo zum Teufel ist Marcel?"
Raven starte ihn erwartungsvoll an, doch Eric schwieg.
"Siren?"
Lyra wartete auf eine Antwort doch glaubte sie nicht daran dass sie eine bekommen würde...
"Ja Lyra?"

"Wieso hast du das getan, was hast du vor sag es mir?"
Fragte Lyra und schaute zu Raven rüber den sie noch nie so hilflos gesehen hatte. Siren hatte ihm das Wichtigste im Leben genommen, Marcel war sein Herz, seine Seele, einfach alles in seinem Leben.
"Du weißt warum."
Hörte sie Sirens helle Stimme und fing sich auf einmal an zu schütteln.


"Wir müssen von hier verschwinden."
Sagte sie dann auf einmal mit aufgebrachter Stimme und schaute sich nervös um.
Ravens Aufmerksamkeit richtete sich dann schlagartig auf sie, er drehte sich zu ihr um und versuchte zu verstehen was in ihr vorging.
"Was meinst du damit, wieso sollten wir von hier verschwinden?"
Lyra drehte sich in alle Richtungen, blieb dann auf einmal ruhig stehen und spähte in die Nacht hinein, irgendetwas ging da von statten nur wusste sie nicht was.


Die Straßen fühlten sich, aber nicht mit Menschen sondern mit Wesen die schon sehr alt waren. Es wahren Vampire, nur nicht diese neumodischen bekifften und andauernd besoffenen nein es waren viel ältere.
Und in einer kleiner Gruppe stehend entdeckte sie Gumling, doch das Gesicht was sie da neben erspähen sollte ließ sie die Fassung verlieren. Es war Eprim, genau der Eprim dem sie damals versprochen wurde als sie ihr Gelöbnis abgelegt hatte.


"Was hat das denn jetzt zu bedeuten."
Fragte sie sich leicht flüsternd und verstand nicht wieso gerade er hier war. Eric und auch Raven standen nun genau bei ihr und auch sie waren überrascht die anderen zu sehen.
"Mit Gumling hätte ich ja noch gerechnet aber mit dem Vollfossten Eprim."
Sagte Raven und schaute arrogant in die Richtung der dazugekommenen Vampire.

"Wieso musst du immer das Arschloch in der Runde sein."
Entgegnete Lyra ihm und fing auf einmal an zu Lächeln. Gumling zu sehen ließ sie dahin schmelzen und dass wo mal sie ganz andere Sorgen hatte, wieso musste sie auch immer wieder an ihn denken, besonders schlimm war es wenn er in ihrer Nähe war, so wie jetzt zum Beispiel. Ihr Herz fing laut an zu pochen, fast schon aus dem Takt kommend machte es ihr klar dass sie wohl einer weiteren Ohnmacht nahe war.
"Ich und ein Arschloch, wer hat dich denn auf dem Dach zur Vernunft gebracht?"
Sagte Raven beleidigt und zog sich nun endlich mal seine Hose über die er zuvor auf den Boden abgelegt hatte.

Ach sollte er doch beleidigt spielen das war Lyra im Moment egal, sie ging zu Gumling und riss ihm das Hemd auf bevor sie in seine Ahme sank. Gumling und der Rest staunten nicht schlecht, doch Lyra kriegte nichts mehr mit, sie erlag ihrer Ohnmacht und Gumling sollte sie fest in den Armen halten. Er breitete seine schwarzen Flügel aus um hier zu verschwinden, er hatte endlich eingesehen das wen er sie lieben würde auch endlich zu ihr stehn muss.
Raven lächelte das erste Mal wieder in der Gewissheit dass bei Gumling doch noch nicht alles verloren scheint.

Doch trotzdem fragte er sich was dieses ganze Hin und Her sollte. Zuerst machte sie so einen Aufriss wegen dem von hier verschwinden müssen und dann ließ sie die anderen einfach so stehen. Ohnmachtsgefühl, na klar, dachte sich Raven und erhob sich in die Lüfte. Er hatte definitiv genug gesehen und konnte das ganze Theater nicht mehr verstehen.
"Kommst du Eric oder willst du hier versauern?"

Fragte er aufgebracht und achtete dabei gar nicht wie sich auf einmal eine dunkle Front vor ihm aufbahrte. Erics Gesichtsausdruck sprach allerdings Bände, erschrocken starrte er zu den anderen, die genauso erschrocken in Ravens Richtung blickten.
"Was?"
Fragte er und starte die anderen, samt Eric an, ohne zu wissen, ohne es zu bemerken was sich hinter ihm auftat.
Gewaltig war das was sie nun erkennen konnten, die dunkle Front manifestierte sich zu einem immer dunkler werdenden Schatten der auf Raven zuflog und seine schattenhaften Hände nach ihm ausstreckte.


"Raven."
Schrie Eric ihm verzweifelt zu und schoss dann auf einmal wie ein Blitz in seine Richtung. Doch es war zu spät, die schattenhafte Hand hatte sich bereits um Ravens Hals gelegt, gewaltig drückte sie ihm die Luft ab, zog ihn in die Höhe und fing laut an zu schreien. Erst da bemerkte Raven in was für einer Gefahr er sich befand und ergriff seinen am Gürtel befestigten magischen Dolch den er immer bei sich trug. Dann rammte er ihn mit geballter Wucht in das schattenhafte Wesen, so tief hinein das es Raven schlagartig fallen ließ. Raven konnte kaum reagieren, jeder Flügelschlag ging ins Leere, er schaffte es einfach nicht mehr Auftrieb zu bekommen.


Eric schaffte es gerade noch Raven kurz vor den Boden aufzufangen, doch er hatte nicht damit gerechnet ihn noch rechtzeitig zu erwischen.
Als Eric dann mit Raven im Arm auf den Boden prallte sah er nur noch dass von oben dieses schattenhafte Wesen auf sie zu geschossen kam.
Betäubt von den Schmerzen des Aufpralls versuchte Eric einen klaren Gedanken zu fassen, doch dann verpuffte die Gestalt in tausend kleine Stücke und er hörte eine sehr bekannte Stimme.
"Genug jetzt hier, ihr verhaltet euch wie ein tollwütiger Haufen Hunde und vermagd noch nicht mal mit einen einfachen Lar fertig zu werden!"
Ja es war Plarma der den Lar zerspringen ließ, Plarma, Erics damaliger Meister.

"Raven, er war es der den Lar gerufen hat, er und Marcel."
Sagte Eric und versuchte sich zu erklären.
"Da mögt ihr Recht mit haben mein werter Gefährte, aber dennoch hättet ihr ihn besiegen können."
Sagte Plarma und trat auf sie zu.
"Wäre ich nicht gewesen hättet ihr beide den Tod gefunden."

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:36 pm

Wie Recht Plarma doch hatte, dachte sich Eric und schaute betrübt zu Boden.
"Das soll nicht heißen dass ich Ravens Ungeschick für gut befinde, dennoch solltet ihr alle besser auf euch aufpassen."
"Ja mein Meister."
Entgegnete Eric ihm und verbeugte sich leicht.
Der einzige der immer noch nicht verstand war Raven selbst, irgendwie weggetreten lag er auf dem Boden und stierte in den dunklen Himmel hinein.

Gumling trieb durch die kühle Nachtluft, immer noch Lyra in den Armen haltend.
Es war ein schönes Gefühl und das erste Mal konnte er es richtig genießen.
Gumling bereute es noch immer das er unbeabsichtigt die Lars auf die Welt losgelassen hatte, bei den Vorfall auf dem Dach.
Er landete geschickt auf einer kleinen Waldlichtung und legte Lyra auf den mit Blättern bedeckten Boden.
"Gumling, wo bin ich, was ist passiert?"
Er lächelt sie an und beugte sich zu ihr runter und rang sich endlich dazu durch ihr einen Kuss auf den Mund zu geben.

"Was tust du denn da, bist du von allen guten Geistern verlassen?"
Versuchte sich Lyra von ihm loszureißen, doch Gumlings fester Griff lies nicht locker.
"Nicht jetzt meine Hübsche, nicht jetzt."
Sagte er und schenkte ihr erneut einen Kuss.
Lyra fing an zu zittern, wie oft hatte sie sich danach gesehnt, doch jetzt als es geschah befand sie es als eine verbotene Tat.

"Aber."
Fing sie an zu stottern und konnte kaum glauben was geschah. Gumling allerdings legte seinen Arm nun enger um ihren Körper und schaute ihr tief in die Augen.
Und so sollte es dann geschehen, Lyra war nicht mehr Herr ihrer Sinne und schmolz dahin. Egal ob sie dabei sterben würde, es war ihr alles egal, sie wollte nur noch ihn, ihn den Mann ihrer Nächtlichen Träume.

Sie zog ihn nun näher an sich heran und erwiderte die Küsse.
Gumling lag nun auf ihr drauf und das sollte sie nur noch mehr verrückt machen und das was sich bei ihm in der Hose tat konnte sie einfach nicht mehr ignorieren.
Sie öffnete die Gürtelschnalle an seiner Hose und ihre Hand war auch schon verschwunden.


"Ganz schön stürmisch meine Liebe."
Sagte Gumling mit einem begierigen Unterton und glitt mit seiner Rechten unter ihr Hemd. Wohlgeformte Brüste taten sie auf, nackte zarte Haut die begierig danach schmachtete gestreichelt zu werden.
"Weißt du eigentlich wie schön du bist."
Hauchte Gumling ihr ins Ohr und spürte dann wie sie anfing sein Glied immer mehr zu massieren, es war ein berauschendes Gefühl, ein Gefühl was ihn all seine Sinne rauben sollte.


Wie eine wild herumpeitschende Flamme stieg in ihm die Lust auf, Lust nach mehr.
"Ich will dich Lyra, ich will alles von dir spüren."
Sagte er und riss ihr nun das Hemd vom Leib so dass ihre blanken Brüste zu sehen waren. Wie zwei kleine Berge standen sie da und ließen ihn in Wallung bringen.
Langsam tastete er sich voran, bis er ihre Nippel erreichte und nicht mehr widerstehen konnte sie mit seiner Zunge zu verwöhnen.

Sofort glitt ihre Hand aus seiner Hose, laszive rekelnd legte sie ihren Kopf in den Nacken und schloss ihre Augen. Gumling war anscheint so gut in dem was er tat, das Lyra sich kaum noch zusammenreißen konnte.


Seine Küsse wanderten tiefer und mit einem geschickten Griff war ihre Hose offen und Gumling verwöhnte sie mit seiner Zunge, jetzt dachte Lyra wirklich sie müsse sterben, sie hatte sich das nur schlimmer vorgestellt.
Gumling schaute zu ihr hoch und mit einen teuflischen Lächeln zog er ihr die Hose nun ganz runter.
Den Slip zerriss er einfach und als er dann ihn sie eindrang, sollte es endlich die Erfüllung für beide sein wo nach sie schon so lange gesucht hatten.

Mit kräftigen Stößen sollte er es ihr besorgen, am Ende würde sie nicht einmal mehr wissen ob sie Männlein oder Weiblein wäre. Lyra grub ihre Fingernägel in seinen muskulösen Rücken und fing laut an zu stöhnen.
"Ja Gum gibs mir."
Gumling sichtlich überrascht über seinen neu erhaltenen Spitznamen, hielt für einen kurzen Moment inne, doch dann ergriff ihn die erneute Lust nach mehr so dass er sie dann auf sich zog und sie dann auf ihm saß.

"Zeigs mir Süße."
Gumling war sichtlich in seinem Element, lustvoll schaute er sie an, griff mit beiden Händen in Richtung Brüste und fing diese an zu kneten. Lyra fing sich langsam an zu bewegen. mit kreisenden Bewegungen, angespanntem Becken wollte sie ihm zum Höhepunkt seiner so lang gewünschten Fantasien bringen. Als sie dann schneller wurde, auf und ab ging, glaubte Gumling wie eine Bombe hochgehen zu müssen.

Und als sie dann schließlich beide kamen war es wie als ob ein Kosmos explodieren würde.
Lyra stöhnte so laut das sie schon angst haben müsse das Raven und Eric sie nicht hörten..
Doch Lyra wurde schnell wieder abgelenkt Gumling wollte mehr, er wollte jetzt noch nicht aufhören jetzt noch nicht.


Und so drehte er Lyra dann einfach um, stellte sich hinter sie und fing an ihre Arschbacken zu kneten. Was war denn das jetzt? Fragte sie sich und wollte protestieren. Gumling aber war so in Trance das er sein hartes Ding in sie einführte und anfing sie wie ein räudiger Hund zu besteigen.


Immer tiefer drang er in ihr ein, seine Hände umklammerten ihre Hüften. Lyra fing sich unter ihm an zu bewegen, mit erneuten kreisenden Bewegungen ihres Beckens wollte sie noch viel mehr von dieser Lust verspüren, diesem einfach Atemberaubendem Gefühl. Stöhnend drückte sie ihren Po gegen Gumlings immer noch steinhartes Schwert so dass auch er kaum genug bekommen sollte.

Eric spitzte seine Ohren doch was er dann hören sollte ließ ihn schmunzeln. Er stieß Raven in die Seite doch anhand seines breiten Grinsens hatte er wohl gerade das gleiche gehört.
"Ich wusste ja das Lyra ein lautes Organ hat aber so laut?"
Eric hob eine Augenbraue und wartete auf die Antwort von Raven.
"Na was würdest du den bitte machen wen du schon seit 5oo Jahren keinen ordentlichen Sex mehr gehabt hättest, hmm? "


Eric fing an zu schmunzeln, Sex, mmh, hatte er auch schon lange nicht mehr. Lyra hatte bereits ihr Hemd übergezogen und saß mit ihrer Hose über den Beinen gelegt auf dem Boden und schaute zu Raven der sie ausgiebig am mustern war.
"Was, habe ich irgendetwas an mir, oder wieso schaust du mich so durchdringend an?"
Fragte sie und konnte nicht verstehen wieso die beiden so einen Aufriss machten.
"Nichts, es ist gar nichts."
Sagte Raven und fing an zu grinsen.

In der Zwischenzeit in der die vier darüber diskutierten wie lange wer schon keinen Sex mehr gehabt hatte, war Siren mit Marcel bereits weit über alle Berge. Sie hatte Marcel einen Schlaftrunk gegeben der ihn erst einmal für einpaar Stunden ausknocken sollte, so konnte sie mit ihm ohne Probleme dort hin wo sie sich ausgedacht hatte Marcel zu verstecken. Die Wolken über ihr hatten sich zu einer gewaltigen Front aufgetürmt, ein Gewitter zog auf und ließ die Masse noch um einiges dichter werden.
"Mein unwissender kleiner Junge."
Sprach sie zu Marcel während sie mit ihm elegant auf dem Boden aufkam und strich ihm über seine Haare.

Es war ein altes Penthouse was in der Nachbarstadt lag wo es Siren hin verschlagen sollte.
Sie legte Marcel sachte in ein mit Vorhängen behangenes Bett nieder und drehte sich wieder zum Mond hin um ihn zu betrachten.
"Er ist noch genauso wunderschön wie vor Jahrhunderten von Jahren, obwohl er schon so viele grausame Taten mit ansehen musste."
Flüsterte Siren leise vor sich hin.
Siren schritt wieder in Richtung des Bettes und strich Marcel sanft über den Kopf.
"So mein Kind sind dir doch noch die wenigen glücklichen Stunden gegeben, wo du im Schlaf versinken kannst, doch die härte der Wahrheit wird nicht nur dich treffen!"
Sie schaute zur Wand wo ein altes Gemälde hang und tatsächlich es war Marcel darauf, darüber eine Wagschale und die Erläuterung was passieren würde wen sie ins Ungleichgewicht kommen würde.

"Mein Kind, ich werde nicht zulassen das dir etwas passiert."
Sagte Siren und strich Marcel erneut über den Kopf. Wie gerne hätte sie es ihm gesagt, so oft hatte sie daran gedacht es zu tun, aber sie durfte es nicht. Noch nicht. Marcel schlief tief und fest, bekam also auch nicht mit wie es draußen anfing zu Blitzen und zu Donnern.

Während die Wolkenfront immer dichter wurde, hatte sich Lyra bereits komplett angezogen, selbst Gumling hatte bereits wieder seine Hosen an. Raven stand breitbeinig da und hielt seine Arme verschränkt vor dem Oberkörper.
"Ihr hättet euch mal sehen sollen, ein Bild für die Götter, und eure Laute dabei, die waren schon vom weiten zu hören."
Gumling schaute entnervt in Raven Richtung.
"Ach deswegen wart ihr so schnell hier, wolltet wohl nichts verpassen hä?"

"Na was denkst du den, wir wollten natürlich bei diesen Geschichtsträchtigen Augenblick dabei sein!"
Verkündete Raven unter schalendem Gelächter und erntete dafür gleich einen ziemlich bösen Blick von Lyra.
Eric stand schweigend da und wog ab ob er es den anderen erzählen sollte was in dieser einen verhängnisvollen Vollmondnacht passiert war und er sehr genau wusste das Marcel gut aufgehoben war. Er war es damals der das Wandgemälde gemahlt hatte.

Aber auf einer Art und Weise tat ihm Raven auch unendlich leid. Ein hin und her der Gefühle, und dennoch entschloss er sich es für sich zu behalten. Raven trat etwas bei Seite und schaute in den Himmel, irgendwie gedankenverloren stand er da und versuchte sich auf sein Herz zu konzentrieren.
"Wo bist du Liebster, wo?"
Fragte er leise, nur für sich hörend und schloss für einen Moment die Augen.
"Irgendwo da draußen bist du, nur wo?"


"Redest du jetzt schon mit dir selbst?"
Hörte er dann Lyra auf einmal fragen und erschrak für einen kurzen Moment.
"Ja, äh, nein, ich doch nicht."
Fing er an zu stammeln und versuchte den besorgten Blick loszuwerden der ihn heimgesucht hatte.

Doch Lyra merkte nun was los war und schaute Gumling schweigend an der ihr zu nicken sollte.
"Raven ich muss dir was sa......"
Eric brach mitten im Satz ab und schwieg wieder.
"Ja? "
Raven schaute ihn fragend an.
"Also es war so....ja...ähm....."

"Was, was willst du mir sagen?"
Drehte sich Raven nun zu Eric um und man konnte spüren wie tief seine Wut und seine Verzweiflung saß.
"Es ist wegen Marcel."
Fing Eric an, blieb aber erneut im Satz hängen als er bemerkte wie sich etwas viel dunkleres an die Oberfläche graben sollte.
Es war Ravens Herz, seine Seele die das Unwetter nun verschlechtern sollte.

"Was ist mit Marcel, weißt du irgendetwas?"
Fragte Raven nun extrem aufgebracht und ballte seine Fäuste. Seine Flügel aufschlagend ließ er seine langen schneeweißen Zähne länger werden.
"Nun sag schon was weißt du Eric?"
Eric wusste nicht ob er es wirklich machen sollte, sein Verstand sagte ihm lass es, doch sein Herz sagte ihm das Gegenteil.

"Ich bin Marcels Vater und, na ja Siren seine Mutter, diese eine Vollmondnacht damals war einfach zu verlockend und sie sah so schön aus und dann ist es halt passiert!"
Eric schaute Raven nun genau in die Augen er wollte sehen wie er reagiert.
"Was, du bist sein Vater? "
Raven konnte alles glauben nur nicht das.

"Aber ich habe Marcel zu dem gemacht was er jetzt ist, nicht du."
Eric nickte, ja das stimmte ja auch so, jedenfalls war es ein kleiner Teil der Wahrheit.
Wieso habt ihr mir nie davon erzählt, wieso?"
Schrie Raven und beschwor damit einen gewaltigen Blitz hervor der dann genau vor Eric in den Boden einschlug. Eric sprang zur Seite und schaute Raven mit einem verständlichen Blick an, aber dennoch konnte er nicht zulassen das Raven ihnen ihr Leben kostete.

„Raven jetzt halt dich zurück, oder willst du uns alle umbringen?"
Trat Eric auf ihn zu und versuchte ihn zu beruhigen.
"Schluss, hört auf, lasst mich in Ruhe."
Hörten sie Raven sagen.
"Raven bitte beruhig dich."
Sagte Lyra und wollte es nun auch versuchen.

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:37 pm

"Wenn das so ist wie Eric sagte dann ist sein Verbrechen nicht so schlimm wie das deine Raven, überlege doch mal was du getan hast bevor du in blanken Hass versinkst!"
Erwiderte Gumling den nun einiges klar werden sollte.
Hatte es nicht einen guten Grund gegeben Marcel in den Glauben zu lassen das er kein Engel war, wo mal er ja sogar ein geborener Engel war aus reinen Blut, doch Raven konnte das nicht ruhen lassen, nein er musste ihn erwecken musste ihn aus seiner Unschuld reißen und somit die Welt ins verderben….!

"Hätte ich es gewusst, dann hätte ich es nicht getan."
Raunte Raven Gumling nun an und fing nervös mit seinen Flügeln an zu zittern.
"Bist du dir da so sicher?
"Ja."
Schrie Raven und sprang mit einem gewaltigen Satz auf Gumling zu, packte ihn und schleuderte ihn bei Seite.

Sofort richtete sich Gumling wieder auf und sprang nun auch auf Raven zu.
"Hört auf."
Schrie Lyra und schaute verzweifelt in Erics Richtung.
"Nun mach doch was."
Eric reagierte nicht sofort, als er jedoch sah das Raven Gumling die Zähne in den Hals rammen wollte, sprang er dazwischen und riss Raven herum.

Doch es war schon zu spät Gumling hatte zu seinen eigenen Schutz noch bevor er angefangen hatte zu sprechen seine Lar´s herauf beschworen und genau diese fingen nun an, an Ravens Seele zu nagen und das waren weit aus schlimmere Schmerzen als die Sorgen um Marcel.

Raven spürte wie sich etwas in ihn hineinsetzte, es fing zunächst harmlos an doch dann verstärkte es sich ungemein. Eine imaginäre Hand streckte sich nach seinem Inneren aus und umschloss sein Herz.
"Meinst du das ist so eine gute Idee?"
Fragte Lyra und sah der Sache etwas skeptisch entgegen.
"Wenn er nicht hören will, muss er eben fühlen."
Sagte Gumling und grinste.

Raven funkelte ihn böse an doch für mehr war er gerade nicht in der Lage.
Es war ein stetiger pulsierender Schmerz der immer mehr zunahm als würde man ihm langsam und beständig das Herz aus der Brust reißen.
Gumling beobachtete ihn genau den zu weit wollte er nicht gehen, schließlich war er ein Freund.
Eric und Lyra schauten sich gegenseitig an und man könnte meinen dass sie im Stillen reden, reden über längst vergangene Zeiten.

Als Raven dann zu Boden ging, glaubte Eric zunächst das Gumlings Lar´s übertrieben, doch als Gumling seine Hand erhob, wusste er, dass alles in Ordnung war. Raven eine Lektion zu erteilen war eine Sache, ihm Schaden zuzufügen eine andere. Raven fing an zu zucken und versuchte mit aller Kraft den Lar loszuwerden der seine immer noch eiskalte imaginäre Hand nach ihm ausstreckte. Doch dann geschah auf einmal etwas mit dem keiner der Anwesenden gerechnet hätte. Raven bäumte sich erschreckend auf, ein erneutes wildes Zucken durchzog seinen Körper, sein Herz blieb für einpaar Sekunden stehen, sein Atem setzte aus, so dass er auf einmal anfing Blut zu spucken.


Lyra wollte endsetzt etwas sagen doch sie wurde von Gumling unterbrochen.
"Das kann passieren, allerdings nur sehr selten und zwar jäh mehr kraft man besitzt und das ist in diesen fall einiges und sie gegen den Lar aufbringt um sich gegen ihn zu wehren wenn er im Körper ist des so mehr wird den Körper schaden zugefügt, aber ich glaube das Raven es schon verkraften wird zwar mit ein paar Blessuren aber immer hin.“
Lyra schaute ihn endsetzt an, sie liebte ihn zwar aber jetzt wurde ihr erst richtig bewusst was die dunklen Künste eines Seelenfängers wahren.

Raven schaute mit Blutigen Tränen zu Gumling und flehte ihn an, seinen Lar zurück zu ordern. Immer wieder wechselte die Länge seiner Zähne von lang zu kurz, weitere Schmerzen traten dadurch auf, Schmerzen die Raven kaum noch kompensieren konnte.
"Aufhören."
Schrie er dann auf einmal und spürte wie sein Hirn anfing zu pochen.
"Gumling bitte, ich glaub es reicht jetzt wirklich."
Sagte Lyra und legte ihm ihre Hand auf den Unterarm.

"Ich habe den Lar schon vor einiger Zeit zurück befohlen, es ist seine Seele die das mit ihm tut, sie erinnert sich nun an alles was je passiert ist und Raven höre mir gut zu, denke fest an das was du am meisten begehrst, ohne diese Sache nicht mehr Leben könntest und schließe deine Augen."
Gumling streckte eine schwarze Schattenhand nach ihm aus und mit Ravens zu tun sollten die schmerzen nachlassen.
"Lyra mein Herz würdest du dich dazu bringen lassen, dass du ihm die schmerzen erträglich zu machen ich weiß dass du noch die alten Heilzauber beherrscht!"
Eric schaute mit kritischem Blick dem Geschehen zu und redete weiter mit Lyra in Gedanken.

Raven sah echt nicht gut aus, seine Augen waren blutunterlaufen, seine Adern am Hals hatten sich hervorgehoben und schienen fast zu platzen.
"Raven, du musst an etwas denken was du liebst."
Sagte Gumling und versuchte alles damit Raven ihn verstand.
Raven begehrte nur einen einzigen und das war Marcel, doch irgendwie wollte sein Herz ihm nicht gehorchen, es riss ihn hin und her, so dass er innerlich glaubte zu zerspringen.


Doch dann ließ der Schmerz nach und in Raven machte sich das erste Mal seit 100 Jahren ein Gefühl der Ruhe breit. Lyra reichte ihm ein Fläschchen das sie zuvor aus der Manteltasche gezogen hatte.
"Trink es ist ein Serum damit die Wunden schneller heilen als normal."
Raven schaute misstrauisch zu ihr aber nahm es dann und machte es in einen Zug leer.

Das Zeug schmeckte widerlich, so widerlich das Raven das Serum bald wieder ausgespuckt hätte.
"Schluck es runter Raven, nur einpaar Tropfen zu wenig und es geht dir gleich wieder schlechter."
Sagte Lyra und schaute ihn bohrend an.
"Na toll, wer muss das Zeug denn schlucken, du oder ich."
Fing Raven an zu protestieren.

Lyra schaute ihn immer noch böse an und sagte ihm noch mal dass es notwendig sei die Flasche auszutrinken.
"Wenn es denn sein muss."
Raven leerte die Flasche nun restlos und warf sie danach achtlos weg.
Eric machte nun Anstalten etwas zu sagen und wartete darauf die Aufmerksamkeit der anderen zu erlangen.
"Lyra und ich müssen noch was erledigen, wir werden nachher wieder zu euch zurückkehren!"
Eric drehte sich nun wieder um und erhob sich in die Luft.
Lyra zog ihren Mantelkragen höher und zwinkerte Raven und Gumling zu bevor sie und Eric in der Morgendämmerung verschwanden.
"Lyra folge mir und schirme deine Gedanken gut ab!" flüsterte ihr Eric in Gedanken zu.

Raven und Gumling schauten sich verwundert an.
Was hatten die beiden denn jetzt schon wieder vor.
"Immer diese Heimlichtuer."
Sagte Raven und erhob seine Nase in den Wind, so dass er etwas arrogant wirkte.
"Ich hätte mir auch etwas Besseres vorstellen können."
Entgegnete ihm Gumling beleidigt.


Eric flog schnell und hatte sein Ziel fest vor Augen, Lyra hatte ihr liebe mühe mit ihm mit zu halten. Doch Eric hatte ihr ja zu verstehn gegeben das sie ihre Klappe zu halten hatte.
Gleich würde die Sonne aufgehen und einen trügerischen schein von Frieden über die Stadt werfen, doch so war es nicht es sollte nur das leichte säuseln des Windes sein bevor der Sturm endgültig losbrechen wird.
Eric setzte elegant auf einer Dachterrasse eines Penthouses auf und wartete auf Lyra.
Sie lag noch um einiges zurück obwohl sie sich beeilte, doch nun merkte sich einen heftigen Schlag in den Rücken, der sie vor Schmerzen in die Tiefe stürzen ließ.
Kurz vor den Aufprall auf den Boden schloss sie ihre Augen und bereitete sich auf die Schmerzen vor die gleich folgen sollten.
Kleine Glöckchen hallten in ihren Ohren und dann folgte ein Ruck… doch der Schmerz blieb aus...
Lyra öffnete einen Spalt ihr Augen und musste feststellen dass sie jemand aufgefangen hatte.
Sie drehte ihren Kopf so gut es geht um und schaute Siren in die Augen.


"Aber wie hast du ...“, fing Lyra an und schaute verwundert zu Siren auf.
Sirens zunächst versteinerte Miene, verwandelte sich zu einem breiten Grinsen.
"Du weißt ich bin schnell wie der Wind mein Kind, immer zur Stelle.“, sagte Siren und ließ Lyra sacht zu Boden gleiten.
Während Lyra immer noch ungläubig zu Siren schaute, waren Gumling und Raven bereits in ihr Versteck geflohen.
"Hast du das gerade vernommen?“, fragte Raven und hörte jetzt noch das leise Klingeln der Glöckchen.


"Siren, das war Siren.“, sagte Gumling und schaute Raven verwundert an.
"Lass uns reingehen, ich will heute niemanden mehr sehen, mir reicht es so langsam."
Was war denn jetzt mit Raven los? Fragte sich Gumling und kratzte sich am Kopf.
Während sie ihr Versteck betraten, spürte Gumling auf einmal eine Magie in sich hochsteigen die er zuvor noch nie verspürt hatte. Etwas Seltsames machte sich in ihm breit, sein Herz fing laut an zu pochen, Adrenalin schoss ihm bis in den Kopf, so dass er zunächst glaubte davon umzukippen.





Kleine Feuerfunken schwirrten vor seinen Augen umher, wie leidenschaftlich sie sich doch bewegten und doch so ungestüm als wollten sie den Urknall auf ein Neues entfachen.
Alte Stimmen wurden laut, Stimmen die seit Jahrtausenden wahrten ihr Geheimnis.
Leise flüsterte der Wind den Namen, wie Regentropfen drang er an Ravens und Gumlings Ohren.
"Seelenfänger erkenn dein Leid...erkenne dein Sein…werde zu dem was du bist...
kalt wie eine erfrorene Rose ist dein Herz, nicht fähig zu lieben oder zu Hassen!" flüsterten die Stimmen mit zunehmender Grausamkeit.


Ravens Blick veränderte sich schlagartig, selbst Gumling hatte ihn noch nie so erlebt. Mit einem gewaltigen Ruck, schlug Raven seine pechschwarzen Flügel auf. Raven spürte den Druck der sich immer weiter in ihn hineinfressen wollte, doch er hielt ihm stand.
"Niemals, hört ihr, ihr Geister der Dunklen Mächte, niemals werde ich meine Liebe zu Marcel vergessen können."
Hörte Gumling ihn lauthals schreien und sah wie sich Raven davon machte.

Raven konnte es nicht, er konnte es ehrlich gesagt noch nie. Einst war er zu dem gemacht worden was er war, doch jetzt, jetzt war alles anders. Wie ein Vogel, flog er in den Himmel auf, immer seinen Blick auf die unter ihm liegende Welt gerichtet.
Sein Puls hatte sich erhöht, er spürte wie sich sein Herz immer mehr versteinerte, doch immer noch zwang er sich dem zu entkommen was ihn heimsuchte. Er wollte nur eines, nur einen kleinen Teil des Lebens spüren, war das denn zu viel verlangt?

Traurig landete er auf einem Hausdach und spähte in die Dunkelheit hinein. Als er mit seiner Rechten über seine Augen strich, spürte er einpaar aufgekommene Tränen die sich ihren Weg über seine Wange bahnten.
"Marcel, ich werde dich zurückholen, versprochen.", hörte man ihn sagen.
Verzweiflung lag in seiner Stimme, Verzweiflung und Traurigkeit die kein Wesen, ob gut oder böse, verändern hätte können. Seine Flügel legten sich um seinen Oberkörper, betteten ihn ein in eine Art Schutzmantel.


Gumling wandte sich um und verschwand in einer schwarzen Rauchwolke, er ging dort hin wo er hingehörte. Die Welt existierte für ihn nicht mehr so wie sie es einst für ihn war, er empfand keine Schuld gegen über irgendjemanden.
Zur gleichen Zeit fanden sich Lyra und Siren bei Eric ein, Lyras Herz pochte immer noch von den Erlebnissen der vergangenen Minuten.
"Eric meinst du nicht dass die Qualen zu groß werden könnten für Raven?" ließ Siren verlauten.
"Ich beobachte ihn...schon die ganze Zeit, noch ist es zu gefährlich! "Eric wandte sich den beiden zu, mit einen bitteren Beigeschmack lächelte er...sie wussten nicht das Gumling gegangen war.


Raven schlug sich die Hände vors Gesicht und konnte kaum glauben was geschah.
Sein Herz fühlte sich an, wie als ob es am liebsten aussetzen wollte. Stockend lief der Motor nur weiter, so stockend das er fast rücklings vom Dach gefallen wäre. Zögerlich richtete er sich wieder auf, schaute zu Boden und breitete erneut seine Flügel aus.
Er musste unbedingt hier weg, er konnte das hier alles nicht mehr ertragen.

Unter ihm lagen die Häuser, Straßen, die Gärten der Menschen, doch es interessierte ihn nicht mehr. Die dunklen Wolken die ihn versuchten einzubetten, ließen ihn Einswerden. Genauso dunkel wie die Wolken sollte sich seine Seele anfühlen. Ja er hatte eine Seele, eine Seele, die vor Kummer weinte.
"Ich hasse euch.", schrie er heraus und stieß noch weiter in den Himmel auf.


Eric, Lyra und Siren saßen auf der Veranda um einen Tisch versammelt und schwiegen sich an.
Marcel lag immer noch im Bett und schlief, nichts ahnend von Ravens Qualen.
Raven flog immer weiter immer schneller.
Doch dann versetzte ein Stich mitten in sein Herz in zum anhalten.
Marcel schlug die Augen auf und versuchte sich zu erinnern...

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:38 pm

"Raven ....", schrie Marcel und richtete sich schlagartig auf. Schweißperlen zierten sein ebenmäßiges bleiches Gesicht, sein Herz schlug ihm bis zum Hals.
"Was, was ist passiert..., fing er an zu stottern und schaute verwirrt um sich.
Mit seiner Rechten griff er zum Herzen und spürte wie es sich verkrampfte.
"Raven, mein Raven..., wo bist du?", hörte man ihn leise sagen.

Er hörte seine Stimme, wie als ob er genau vor ihm stehen würde.
"Marcel, wo bist du?", hörte man ihn fragen. Gewaltige Kopfschmerzen machten sich breit, liefen vom Kopf bis in all seine Gliedmaßen. Seine Flügel weit hinausgestreckt hing er in der Luft und konnte sich kaum bewegen. Der Schmerz saß so tief, das er kaum einen klaren Gedanken fassen konnte.


Siren erhob sich in die Luft und verschwand hinter den Wolken.
Gerade als das Herz von Raven aufhörte zu schlagen hörte er noch das leise klingen der Glocken und zwei Arme fingen ihn sachte auf.
Siren flog mit ihm zu ihren Haus, wo Eric schon erzürnt wartete und Lyra sich um Marcel kümmerte.
Marcel war kaum noch zu beruhigen als er Raven sah, doch an Sirens Gesicht konnte er sehen das etwas Fatales passiert war.
"Ja mein kleiner sein Herz schlägt nicht mehr…"

"Aber wieso ...was ist denn passiert?", fragte Marcel und wollte aufstehen, doch Lyra hielt ihn zurück.
"Lass mich los, ich will zu ihm, sofort."
Marcel schlug Lyras Hand bei Seite und stürzte zu seinem Freund, der wie eine Puppe in den Armen Sirens hing.
"Was habt ihr gemacht, ihr habt ihn getötet ..., schluchzte er und nahm Raven in seine Arme.
Er konnte und wollte nicht glauben dass sein Freund tot war.


"Er muss leben ...tut doch etwas.", schrie er voller Verzweiflung und griff Richtung Ravens blasses, Gefühlsloses Gesicht.
"Mein Engel, mein Herz, du musst leben."
Marcel liefen blutige Tränen die Wangen hinunter. Siren stand wie angewurzelt vor ihm und schloss ihre Augen. Doch alles was sie versuchte herbei zu beschwören, sollte scheitern. Wo war ihre Kraft hin, sie spürte rein gar nichts, weder Trauer noch Glück, alles war leer.


Anwe schaute Gumling lächelnd an, endlich hatte sie ihren Seelenfänger wieder.
Dieser Clan der Lelra dachten wirklich sie hätten es geschafft einen Bannritus zu vollziehen, wie töricht sie doch waren.
Da kam diese Lyra doch gerade zur richtigen Zeit und dann hieß es nur noch warten.
"Gumling du hast für mich eine Seele zu hohlen...Raven ist Tod!"
Gumling verbeugte sich und verschwand, wohl wissend das Sirens Kräfte durch Anwe gebunden wahren.


Während Gumling davonflog, spürte Marcel wie sich etwas veränderte. Es war kaum zu beschreiben. Als er seine Recht auf Ravens Herz legte, glaubte er einen Funken Leben in ihm zu spüren.
"Er lebt, er kommt zu sich.", sagte er leise und richtete seinen Freund auf.
"Raven, du musst leben ...wach auf, du bist nicht tot."
Lyra trat auf ihn zu und legte Marcel ihre Hand auf die Schulter.


"Marcel, es hat keinen Sinn mehr ...Raven ist tot.", sprach sie flüsternd zu ihm und versuchte ihn zu beruhigen.
"Wieso sagst du so etwas, er ist nicht tot, ich spüre es ganz genau."
Marcel strich Raven sacht über die Wange, glitt mit seinem Zeigefinger über dessen Lippen und verspürte auf einmal einen leichten Luftzug.
"Er atmet, ich habe es eindeutig gespürt.", sagte er und schaute zu Eric auf, der ungeduldig neben ihnen stand und irgendwie abwesend ausschaute.


"Das was noch lebt ist sein Körper ...er hat seinen Seele aufgegeben!" Eric horchte weiter in die Nacht hinein.
"Aber dann ist er nicht Tod!" erwiderte Marcel und gab Raven einen Kuss auf die Stirn.
"mein Sohn ohne Seele kein Leben selbst bei uns...." Eric drehte sich wieder um, er hatte etwas gehört und das gefiel ihm ganz und gar nicht.
ES war Gumling und das was er wollte konnte Eric nicht zulassen.


Marcel wollte nicht aufgeben, so schnell gab er auch nicht auf.
Seine Lippen berührten erneut Ravens Stirn, dann glitten sie hinab zu seinen Lippen, doch bevor er ihm einen weiteren Kuss geben konnte, hörten sie ein lautes Tosen näher kommen.
"Das ist Gumling ...er will Ravens Seele holen.", sagte Eric und stellte sich Kampfbereit in Position.
Lyra schaute zu Siren, die immer noch wie versteinert neben ihnen stand. Sie rührte sich keinen Zentimeter.


"Raven, bitte. Folge meiner Stimme, sie wird dir den Weg aus dem Dunklen zeigen, konzentriere dich.", sagte Marcel und strich ihm sacht über den Kopf. Nur langsam trat neues Leben in Ravens Seele zurück, Stückchen für Stückchen holte sich sein Körper das zurück was er zum leben benötigte.
"Hinfort.", trat auf einmal eine erboste Stimme an Marcels Gehör und ließ ihn für einen Moment ausharren.
"Gumling, ich warne dich, lass es ...niemand will gegen dich kämpfen, aber wenn du mir keine andere Wahl lässt, dann wirst du meinen Zorn zu spüren bekommen.", sagte Eric und spreizte seine Flügel aus.


"Ich will nur seine Seele ihr seid mir egal!" antwortete Gumling.
Dieser Satz traf Lyra wie einen Schlag, doch gumling beachtete sie noch nicht einmal.
Er beschwor seine Lars und befahl ihnen die Seele zu hohlen.
Lyra war endsetzt und nun endlich verstand sie was los war, sie sprang auf und stellte sich vor Marcel und Raven.
Ihre Geige erschien in einen Feuerschwall und die Melodie schien die Lar´s magisch an zu locken und so fraßen sich halt die Lar´s in Lyras Seele.


Gumling reagierte nicht, er stand immer noch mit ausgebreiteten Flügeln da und schien wie ferngelenkt. Das Geigenspiel wurde immer lauter, so laut das selbst Raven es hören konnte. Nur langsam öffnete er seine Augen, blinzelte zu Marcel auf und wollte etwas sagen. Doch seine Stimme sollte ihm nicht gehorchen. Er lag immer noch in Marcel Arme und konnte sich nicht rühren.

Ein Schwall dunkler Energie breitete sich immer mehr aus, durchzog Lyras Seele und ließ sie schwanken.
"So helft mir doch.", fing sie an zu stottern und versuchte sich zu währen, doch alles was sie tat ging daneben. Die Lars waren zu stark für sie, sie hatte sich überschätzt.
"Gumling, hol sie zurück, bitte.", flehte sie und sah wie Ravens Gesicht erneut erschlaffte. All die zurück gewonnene Lebenskraft wich aus ihm heraus und ließ ihn zurücksacken.


Die Lar´s hatten nun endgültig Besitz über Lyras Seele erlangt, ihre Tätowierungen fingen an zu glühen. Die Geige fiel zu Boden hörte aber nicht auf zu spielen, Hände aus Flammen hielten sie und spielten nun eine Melodie die zuletzt erklang als die Welt entstand.
Raven hörte es, er hörte wie sein, Sein wieder zu sich kommen sollte und schlug die Augen auf um sich gleich darauf wieder aufzurichten.
Raven nahm die Geige obwohl ihn die Flammen verbrannten und stimmte ein Lied an...


Glutrote Augen traten an die Oberfläche, Blut floss aus seinen Händen, lief zu Boden und vereinte sich mit den zuvor aufgekommenen Flammen.
"Raven.", schrie Gumling und sprang auf ihn zu. Raven reagierte nicht, spielte weiter.
Gnadenlos überrollten ihn die Flammen, seine Haare glichen einer weiteren Feuerwand.
"Auf hören, sofort aufhören.", schrie Marcel und trat zwischen Lyra, Gumling und seinem Freund. Das was geschah ging nicht mit richtigen Dingen zu. Hier war der Teufel höchstpersönlich am Werk.

"So werden die dunklen Mächte uns überrennen, uns zurück beordern dort hin, woher wir kamen, so werden die ihre Seele verlieren die dachten sie könnten mir schaden.", hörten sie Raven fast schon singend sagen.
"Raven das darfst du nicht"; schrie Marcel und versuchte seine glühendheiße Hand zu erreichen. Er war außer Kontrolle, keine Frage, das musste sich selbst Gumling nun eingestehen. Ravens Seele war neu entfacht. Gumling hatte seinen Auftrag nicht erfüllen können.


Erinnerungen flammten in Gumling auf, als er Lyras Seele an sich nahm und Gumling erkannte was er getan hatte …doch es war zu spät.
Aber eine gute Sache sollte es doch noch geben das Lied was Raven spielte ließ die gebundenen Kräfte von Siren wieder frei.
Sie entriss mit einer eleganten Handbewegung Gumling Lyras Seele und belegte ihn mit einem Bann der ihn wieder klar denken lassen sollte.
Eric schritt ruhig auf Raven zu, er ging durch das Feuer als währe es nicht da und berührte die Seiten der Geige auf das sie mit einem lauten Knacken zersprangen.

Verwirrt, schaute Raven zu Eric und spürte auf einmal wie etwas von seinem Herzen fiel.
Dann trafen sich Marcels und seine Blicke. Wie als ob nichts gewesen wäre, steuerte er auf seinen Freund zu und nahm ihn in die Arme. Marcel konnte kaum glauben was geschehen war, traute seinen eigenen Augen nicht. Zuvor hatte Raven noch in lichterlohen Flammen gestanden, doch jetzt war davon nichts mehr zu sehen.


"Geht es dir gut?", fragte Marcel und schaute Raven in die immer noch glutroten Augen.
"Ich weiß nicht, ich fühle mich so schlapp, ausgelaugt."
"Das ist normal nachdem was dir passiert ist.", hörten sie Siren dann auf einmal sagen.
"Wieso hast du nichts unternommen?", fragte Marcel und schaute sie mit einem grimmigen Gesichtsausdruck an.
"Ich weiß es nicht.", entgegnete sie nur noch und schaute zu Boden.



Siren wollte ihnen nicht erzählen was wirklich mit ihr geschen war in den vergangenen Augenblicken und sie wollte erst recht nicht das Raven erfuhr das er der Grund dafür war das sie ihre Kräfte wieder hatte.
Sie ging zu Lyra und hob sie auf, wie eine kleine Porzellanpuppe lag sie in Sirens Armen.
Siren gab ihr einen sachten Kuss auf den Mund, so sollte Lyras Seele wieder ihren weg finden.
Lyra schlug die Augen auf und schaute tief in die grauen Augen von Siren.

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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:38 pm

"Alles wird gut kleines.", hauchte sie ihr entgegen und strich ihr sacht übers Haar.
Raven stand etwas abseits und hielt Marcels Hand. Er konnte immer noch nicht glauben was geschehen war. Alles schien so unreal, wie ein Traum der ihm all seinen Verstand geklaut hatte. Das einzige, was ihn freudig stimmte, war das, das er seinen geliebten Freund wieder an seiner Seite hatte.


"Ich bin so froh, dass es dir gut geht, ich habe echt geglaubt du wärst Tod.", sagte Marcel leise und hätte die Hand seines Freundes am liebsten nie wieder los gelassen.
"Ich war ja auch Tod, aber nur für einen Moment.", entgegnete dieser ihm und schloss für einen Moment seine Augen. Noch immer spürte er die Dunklen Mächte die sich über ihn gelegt hatten. Gumling hingegen sah aus, wie als ob er einen Geist gesehen hätte. Blasser als sonst, stand er da und schaute zu Lyra rüber die immer noch in den Armen Sirens lag.
"Was habe ich bloß getan?", hörte man ihn leise sagen.


"Wie währe es damit dass du Lyra auf den gewissen hast!" Antwortete Eric mit harter Stimme.
"Aber ... sie lebt doch noch..."erwiderte Gumling.

Eric ging nun zu Gumling und packte ihn am Kragen.
"Und das ist verdammt noch mal nicht dein Werk...du hättest sie sterben lassen!" Eric schlug zu, er schlug mit all seiner Wut zu.
Hatte Eric doch gebettet das Anwe nie wiederkommen würde, doch genau das konnte nur ihr Werk sein.
Allerdings hat er mehr erwartet von Gumling, mehr Stärke vor allen aus der Liebe zu Lyra.


"Am liebsten würde ich dich in die Verdammnis schicken.", keifte Eric und ließ seine Augen aufleuchten. Als ein helles gleißendes Licht Gumling treffen sollte, spürte er erst was er im Stande war zu tun. Ja er hätte ihn töten können, auf der Stelle, doch er konnte es aus irgendwelchen Gründen nicht.
"Du hast uns alle verraten, Lyra, Marcel, Raven, mich und sogar Siren.", sagte Eric und stieß Gumling dann unsanft zu Boden. Er konnte und wollte nicht noch mehr Energie opfern, schon gar nicht für Gumling.




Als Eric zu Raven schaute, sah er etwas in dessen Augen was er zuvor noch nie gesehen hatte.
Raven sah nicht besonders gut gelaunt aus, Zorn hatte sich auf seine Gesichtszüge gelegt und Eric glaubte sogar, etwas zu erkennen wie Hass gegenüber Gumling.
Er würde ihm nie wieder so vertrauen können, wie es vielleicht mal vor langer Zeit gewesen war. Eric konnte ihn gut verstehen, er selbst war sich nicht mehr im Klaren ob ihr Verhältnis wieder so werden konnte wie einst als sie zusammen gegen das Böse gekämpft hatten. Sie die dunklen Engel, die, die das Gleichgewicht auf der Welt hielten.


Siren hatte mittlerweile einen Endschluss gefasst, der Gedanke daran geisterte ihr schon eine weile im Kopf herum. Damals als Lyra zum Vampir wurde und vom Clan in den Stand des Engels erhoben wurde hatte Anwe keinerlei Einfluss mehr auf sie, das vampirische Blut verhinderte es.
Doch Siren war sich nicht sicher welche Auswirkungen dieses Blut auf einen Seelenfänger hätte.
Siren war es egal und so wies sie Lyra in Gedanken an das Werk zu vollbringen.
Sie ging zu Gumling der mittlerweile am Boden lag und rammte ihre Fangzähne in seinen Hals.


Während Lyra das Blut des Seelenfängers trank, passierte schreckliches.
Weit entfernt sah man wie sich dunkle massige Wolken auftürmten und ein schrecken einflößendes Grummeln ertönte.
Wie durch Zauberhand entstanden, bildete sich eine gewaltige Gestalt am Firmament.
Pechschwarze Haare flatterten im aufgekommen Wind, umschlungen den nackten Körper eines Mannes, dessen Augen wie eine Flamme am zündeln waren.
"Ihr werdet sterben ...untergehen.", hörte man die Gestalt hinaus schreien.


Langsam sank er zu Boden, legte seine Flügel eng an seinen Körper an und spähte in die Dunkelheit hinein.
"Sünde geschehen, so werdet ihr vernichtet, Sünde auf eurem Haupte, so werdet ihr alle untergehen.", sagte der Mann und senkte sein Haupt. Als er es dann gegen den Himmel richtete, sah man wie sich eine Art Panzerung um seinen Körper legte.
"Meine Kinder, ihr seid so naiv.", sagte er leise und fing mit den Fingerknöcheln an zu knacken.
"Lyra, Lyra armes Kind, so wirst du fallen tief hinein, wirst ertrinken im Sein des anderen, ersticken an dem was du tust. So werde ich dich holen, mit mir nehmen weit hinaus. Lyra, Lyra armes Kind, wirst erzittern unter mir, mich anfehlen dich zu verschonen.", sagte der dunkelhaarige und endblöste seine schneeweißen Eckzähne.


Sirens Haare flatterten im Wind, als ihre Gedanken weit in die Vergangenheit drifteten.

Eine Vollmond Nacht in alten Zeiten und da war er, tanzend am Feuer.
Wie elegant er sich doch bewegte, er stach ihr unter Hunderten ins Auge so als ob er sie genau anschauen würde obwohl sie weit von ihm entfernt stand.
Sirens Glocken klangen im Takt der Musik, sie hatte schon als Mensch ein Taktgefühl das selbst den damaligen Herrscher imponierte.
Sie konnte ihre Blicke einfach nicht mehr abwenden wie berauscht musste sie immer wieder zu ihm rüber schauen.
"Ich werde Amen genant, aber ich habe viele andere Namen!" halte es in ihren Kopf.

Amen, oder auch Christopholos genannt, stand da in seiner Rüstung und erhob seine Hände.
Er war wahrlich eine imposante Gestalt, ein Mann vor dem man nicht nur Respekt haben musste, sondern auch ein Mann der dass gewisse Etwas mit sich trug.
Niemand auf Erden hatte es bisher geschafft ihn zu vernichten, kein Unsterblicher, kein Lar, kein Schwarzmagier und auch kein Seelenfänger hatte ihm bisher das Wasser reichen können. Was Christopholos aber nicht wusste, war das, das es einen Mann gab der ihm hätte gefährlich werden können, ein Mann der es selbst noch nicht einmal wusste.

Siren hatte sich locken lassen, hatte sich dem Mann ergeben der ihr erschienen war.
Amen stand nun genau vor ihr und verzauberte sie mit seinem Lächeln.
"Deine Schönheit blendet mich.", sagte sie leise und trat noch näher auf ihn zu. Amen breitete seine Arme aus um Siren zu empfangen.
Doch was Amen wirklich von ihr wollte, hatte sie in diesem Moment nicht gewusst.


"Lass dich anschauen meine Hübsche.", sagte Amen mit flüsternder Stimme und legte ihr seine Hände um die Hüften.
Siren bebte vor Erregung, innerlich war es fast schon so, wie als ob ein Vulkan ausbrechen würde.
"Komm mit mir mit und ich zeige dir wie schön es sein kann zu lieben.", hauchte er ihr ins Ohr und ergriff ihre Hand.
Siren war gefangen in dem was geschah. Immer wieder lächelte er ihr zu, umgarnte sie mit seinen schmeichelnden Worten.
"Wohin führst du mich?", fragte sie mit bebender Stimme und ließ sich ziehen.

"Ins Feuer der Liebe.", sagte er und erhob sie in die Lüfte.
Blind vor dem was mit ihr geschah, konnte Amen nun alles mit ihr anstellen.
Sie erlag seinen Worten, Berührungen, Gesten und konnte sich kaum bewegen.
"Spürst du es bereits?", fragte Amen und schenkte ihr einen innigen Kuss.
Oh ja, sie spürte es, ganz langsam fing es an zu brodeln.

Als er seine Hand auf ihre Brust, auf Herzhöhe legte, spürte sie, dass etwas anders war.
Das hier, hatte nichts mehr mit einem normalen Kennen lernen zu tun, das hier war eindeutig etwas Außerweltliches.
Amen legte ihren Hals frei, strich sacht über ihre Rundungen und küsste sie so leidenschaftlich wie es kein anderer Mann zuvor getan hatte.
"Ich will Eure Seele, dein Herz, dein Blut.", sagte er leise, doch zu leise so dass sie es hätte hören können.

Und so lag sie dann in seinen Armen, konnt sich nicht mehr wehren, war ihm hoffnungslos ausgeliefert.
Ihr Menschlicher Körper schien ihr nicht mehr zu gehorchen.
Unaufhörlich legte sich ein schwarzer, dunkler Schatten auf sie nieder und lies alles mit sich machen.
"Du schön Gestalt, du lieblich Kind, nun bist du mein.", sagte Amen und entblößte seine Zähne.
"Von nun an wirst du im Reich der Verdammnis weilen, für immer und ewig.", sagte er und fing schäbig an zu grinsen.

Doch er wollte sie nicht zu einen der seinen machen .Oh nein viel ehr war der Lohn dafür der Tod.
Berauscht von ihrem Blut ließ er sie achtlos zur Boden fallen wie ein Gegenstand der nicht mehr gebraucht wurde.
Doch er hatte sich geirrt Siren war noch am Leben, auch wenn es nur noch ein kleiner Lebensfunke war der noch leuchtete.
Das Leben was verlöschte ließ einen aufhorchen, jemanden der lange Geschlafen hatte....
Diese eine Seele reizte ihn bis aufs Blut und so erhob er sich aus seinen ewigen Grab und er fand Siren…
Mit einen lächeln auf den Lippen, blitzten seine Fangzähne in der Nacht auf bevor sie sich in Siren verloren...

Und so nahm es seinen Lauf.
Siren verlor ihre Sterblichkeit und wanderte ins Reich der Verdammten.
Amen hingegen fing an zu fluchen, und schlug mit geballter Faust auf den Boden ein. So feste das ein Krater entstand und Staub aufgewirbelt wurde.
So hatte er es definitiv nicht gewollt. Siren würde genauso wie er als Vampir durchs Leben streifen etwas, was ihm mehr als nur missfiel.

Wütend über sich selbst, richtete er sich auf und spreizte seine Flügel weit hinaus.
Ein gellender Schrei ertönte und lies alle Fenster der Umgebung zerbärsten.
"Du abscheuliches Wesen du, verdammt sollst du sein, wieso hast das getan?", schrie er heraus und erhob sich in die Dunkelheit.
Betrogen von seinen Verlagen fühlte er sich, hintergangen dem was ihn gelockt hatte. Immer wieder schaffte es das Tier in ihm, Dinge zu tun, die er gar nicht wollte.

Siren schlug die Augen auf und musste mit Verwunderung feststellen das etwas anders war und das die Person die vor hier kniete nicht Amen war.
"Mein Name ist Bantra mein schönes Kind." verkündete er mit einem kurzen Lachen.
"Was ist mit mir...ich fühle mich so anders? "Siren schaute ihn durchdringend an.
Bantra brachte es nicht übers Herz ihr zu erzählen was vorgefallen war, wollte er hier nicht wirklich seine Tat gestehen....

"Siren, alles klar bei dir?", hörte sie Erics besorgte Stimme neben sich fragen.
"Hä, was?", konnte sie nur fragen und schaute verwirrt zu Gumling der immer noch in den Armen Lyras hing.
"Was ist passiert?", fragte sie stotternd und konnte sich nur noch wage an das erinnern was zuvor vorgefallen war.
Noch immer stand Amen vor ihr und lächelte sie an, dann erkannte sie das Gesicht Bantras und fing sich an zu schütteln.
"Verkommenes Pack.", dröhnte es an ihrer aller Ohren und lies sie zusammen fahren.
"Christopholos, er ist auferstanden.", sagte Eric und trat zu Lyra die Gumling bereits den größten Teil seines Blutes getrunken hatte. Wenn sie so weiter machte, dann würde Gumling sterben.
"Lyra hör damit auf, lass ihn los, sofort.", schrie Eric und riss sie von ihm weg.

Doch es war schon zu spät, die Verwandlung hatte bei Gumling schon eingesetzt.
Er bäumte sich wie wild auf nur um dann wieder von den Schmerzen nieder gestreckt zu werden. Als letztes zeigten sich die weißen Fangzähne und erst dann merkte Siren welch schwerwiegenden Fehler sie begangen hatte.

Gumling schaute verwirrt um sich, wusste überhaupt nicht, was mit ihm geschehen war. Er fühlte sich ausgelaugt, benommen.
„Was hab ich getan?“, hörte er Lyra sagen und schaute zu Siren die genauso erschrocken erschien. Als Gumling mit seiner Hand über sein Gesicht ging, spürte er eine Veränderung, die eigentlich nicht sein durfte. Narben durchzogen sein eigentlich ebenmäßiges Gesicht.


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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:41 pm

Mit seinen Fingern ging er jede einzelne Narbe ab, was ihm im Grunde nur noch trauriger machte. Doch da gab es noch ein anderes verlangen, was er so noch nicht kannte.....er hatte durst.
Marcel schaute zu Gumling rüber und hatte Mitleid mit ihm, aber er blieb bei Raven stehn.
Eric schaute in die Morgendämmerung während Siren bei Lyra kniete und sie umarmte.
Gumling testete seine Sinne war doch alles so anders für ihn.

"Ich habe Durst.", hörten sie ihn sagen.
Verzweiflung lag in seiner Stimme, Traurigkeit die er so nicht kannte.
Mit seiner rechten Hand ging er sich über die Brust ...was war das? Nichts ...kein Herzschlag, kein gleichmäßiges Pochen was ihn gesagt hätte das er es war den er spürte. Sein eigentlicher Takt war verflogen.
"Helft mir.", sagte er mit leiser Stimme und streckte seine Hände Hilfe suchend nach den anderen aus.


Doch keiner der anderen reagierte.
"Bitte ...ich habe Durst ...so helft mir doch."
Gumling wusste sich nicht zu helfen, das einzige was ihm übrig blieb war zu schreien.
Und so wie er dies tat, spürte er auf einmal wie sich noch mehr veränderte.
Die Welt die er kannte, verwandelte sich zu einem im Nebelstehendem Raum. Alles um ihn herum lag in dunklen Schatten, die Gesichter, Proportionen waren nun nicht mehr zu erkennen, nur noch Umrisse die ihm sagten, dass jemand vor ihm stand. Genau erkennen wer es war, konnte er also nicht.

Seine Sinne drifteten weiter hab, zogen ihn immer tiefer in einen für ihn existierenden Abgrund.
Eric hob eine Augenbraue als er zu Gumling rüber schaute und richtete dann tadelnd den Blick auf Lyra.
"Du hast ihn zu dem gemacht was er nun ist...und du bist alt genug um zu wissen was du nun zu tun hast." erklärte Eric mit leicht gereizter Stimme.
"Nein! ich werde ihn nicht trinken lassen...nein..."Lyra war noch nicht mal im Stande ihn nur anzuschauen.
Eric reichten diese Kinderspiele er packte Lyra am Handgelenk und riss ihr mit seinen Fangzähnen das Handgelenk auf, um es dann Gumling an den Mund zu drücken.

Als Gumling das Blut auf seinen Lippen schmeckte, spürte er wie sich seine ganzen Adern weiteten. Der liebliche Geruch ihres Blutes ließ ihn in Wallung bringen, so dass er kräftig zu biss.
"Trink.", sagte Eric und warf Lyra einen noch finsteren Blick zu.
Während Gumling Lyras Blut trank, spürte Raven wie sich jemand näherte. Es war zunächst nur ein Druck der immer weiter in sein Inneres vordrang.
"Seid auf der Hut ...", sprach es zu ihm und fing laut an zu lachen.
Amen, das konnte nur Amen sein, dieser verdammte Hund. Dachte sich Raven und ballte seine Fäuste.

"Wenn du denkst ...", so fing Amen an zu singen.
"Du bist bereit ...so wirst du erkennen, das alles nur ein Trug, wirst sehen wo du stehst, was du bist, und wohin du gehst."
Raven trat auf Marcel zu, legte ihm besorgt seine Rechte auf die Schulter und schaute ihm tief in die Augen. Er wollte auf gar keinen Fall das ihm etwas geschah, noch einmal würde er ihn nicht so einfach von sich reißen lassen.
"Egal was passiert mein Herz, geh in Deckung, Amen ist nicht zu unterschätzen, du alleine kannst gegen ihn nicht ankommen, verstanden?", sagte Raven und strich Marcel ein letztes Mal über die Wange.

"Gumling es ist genug!" wies Eric ihn an.
Lyra schaute Eric mit angsterfüllten Augen an, er hat es tatsächlich getan und Siren hat es zugelassen...
Lyra war endsetzt und voller Wut schlug sie Erics Arm bei Seite, sie wollte nur noch weg von hier weg von den anderen.
Sie erhob sich in die Luft, doch Eric versuchte sie zu packen aber er war nicht schnell genug.
Er schnellte hinter ihr her und das mehrere Kilometer doch er konnte sie nicht einhohlen.
Mitten in der Bewegung wurde Lyra von zwei armen aufgehalten, die sich um sie schlossen.
" Na mein kleiner schöner Vogel habe ich dich endlich, ich habe doch gesagt ich werde dich hohlen!"

Hörte sie Amens dunkle Stimme sagen.
Lyra erschrak, konnte sich nicht helfen, war ihm vollkommen ausgeliefert.
Während Eric vergebens hinterher geflogen war, hatte Raven die beiden bereits eingeholt.
"Lass sie los, sofort.", drang es an Amens Gehör, doch er konnte darüber nur lachen.
"Du ...was willst du denn schon gegen mich ausrichten?", fragte Amen lachend und fing schäbig dabei an zu grinsen. Raven breitete seine pechschwarzen Flügel aus, und in diesem Moment erhellte sich der Himmel über sie.




Wie durch einen Zauber verwandelte sich Ravens Äußeres. Eine Art Panzerung legte sich über seinen Körper, in seiner Rechten hielt er auf einmal ein silbernes Schwert.
"Ich bin nicht mehr der, den du kennst, ich bin älter geworden, stärker.", sagte Raven und wies Lyra an in Notfällen sich einfach fallen zu lassen, ihr würde in diesem Moment des Falls nichts geschehen, dafür würde er schon sorgen. Lyra nickte ihm zu, auch wenn sie nicht wusste was er genau plante.
"Trotzdem hast du keine Schnitte gehen mich, du bist als Versager geboren worden und als Versager wirst du auch sterben.", rief ihm Amen zu und ein weiteres breites Grinsen legte sich auf seine Lippen.


Lyra betrachte Amen während er mit Raven sprach, gut sieht er ja aus dachte sie sich.
"Ich sehe nicht nur gut aus meine kleine ich habe auch noch andere Qualitäten!" hörte Lyra es in ihren Kopf.
"du hast etwas sehr wichtiges das ich von dir haben will mein Vögelchen, ich muss mich nur noch diesem Abschaum endledigen!" hauchte Amen ihr ins Ohr.
Lyra konnte es nicht glauben hatte Amen doch auf sie so eine starke Anziehungskraft, das sie ihm überall hinfolgen würde.
In diesen Moment setzte Raven zum Angriff an, der erste schlag ging ins leere doch der zweite saß und traf mit voller wucht Amens Bein.

Von diesem Schlag nicht großartig beeindruckt, zückte er auf einmal sein eigenes Schwert und wehrte einen weiteren Schlag Ravens ab.
"Du bist genauso armselig wie vor Jahren, und du willst mich besiegen! Ha, das ich nicht lache.", sagte Raven und drehte sich zur anderen Seite um Ravens erneuten Angriff zu entfliehen.
"Du wirst schon sehen Amen.", lachte Raven und stieß blitzschnell zu. Dunkle Schwaden hatten sich über ihn gebildet und betteten ihn ein wie ein Flaum Dunkler Materie. Lyra war wie Hypnotisiert von dem Antlitz Amens.

"Ich verzehre mich nach dir ...oh ja ...Amen du bist wie eine Rose im Abendwind, ein Stern der mich leitet." hörte Amen sie flüstern.
"Ich bin viel mehr mein Engelchen ...", hauchte er ihr ins Ohr und wehrte nebenbei einen weiteren Schlag Ravens ab.
"Hey du!", rief ihm Raven dann zu und sprang ihm entgegen, das Schwert über seinem Kopf haltend und es bereit auf Amen nieder sausen zu lassen.
"Was?!", trat über Amens Lippen, ein grimmiger Gesichtsausdruck folgte.
"Oh wie stark du doch bist ...", sagte Lyra und vergaß komplett in welchen Armen sie da wirklich lag.

Siren hielt Ausschau nach den anderen, so langsam machte sie sich sorgen…war sie doch nur hier geblieben um nach Gumling zu schauen.
Im Augenwinkel bemerkte sie einen Schatten vorbei huschen, doch war dieser zu schnell um zu erkennen was es gewesen sein könnte.
Dann tauchte vor ihr eine Gestallt auf und bevor Siren reagieren konnte, küsste diese Gestalt sie leidenschaftlich auf den Mund. Die Küsse wanderten ihren Hals runter nur um dann in einen kurzen stechenden Schmerz zu enden.
"Bantra.............!"hauchte Siren.
"Oh ja mein Liebes, ich bin gekommen um zu helfen.", sagte er mit glockenheller Stimme und strich ihr durchs leicht flatternde Haar.
War das Einbildung, ein Wunsch ihrerseits, oder doch die Realität? Fragte sie sich und versuchte ihre Sinne zu ordnen.
"Alles was du siehst entspricht der Wahrheit, ich bin gekommen um dich zu empfangen.", sagte Bantra und küsste sie erneut.

Während Siren von Bantra geküsst wurde, geschah seltsames.
Noch nie hatte sich die Magie so weit ausgebreitet das dieses hätte möglich sein können, und doch geschah es.

Laura lag in ihrem Bett und konnte den aufkommenden Schmerzen kaum entfliehen.
Wieso hatte sie sich auch schwängern lassen? Fragte sie sich und fing erneut kräftig an zu pressen.


Nach etlichen Wehen hatte sie es geschafft sie hatte ein Mädchen bekommen, doch was sie nun damit anfangen sollte wusste sie noch nicht...
Sie hatte ja kaum genug Geld um sich ihre heiß geliebten Drogen zu leisten da sollte sie nun auch noch so ein schreiendes etwas durch füttern.

Laura schnitt die Nabelschnur mit einem einfachen Messer durch und schmiss es danach zu Boden. Das kleine Bündel auf ihrem Bett lag nackt vor ihr und hörte einfach nicht auf zu schreien.
"Was soll ich bloß mit dir machen ...", trat über ihre Lippen. Langsam griff sie Richtung Kopf des Mädchens. Während die dies dann tat, hielt sie auf einmal inne, Was war das?
An der Schläfe der Kleinen war etwas, etwas was sie noch nie in ihrem Leben zuvor gesehen hatte.

"Was ist denn das?", hörte man sie fragen. Als sie das verschnörkelte Symbol dann nochmals berührte, spürte sie, wie sich etwas veränderte. Ein helles, extrem grell wirkendes Licht umspielte den nackten Körper des Babys.
Oh mein Gott ...", wich sie zurück und schluckte erschwert.
Was auch immer das hier war, es kam ihr nicht real vor.

Raven war noch immer mit Amen am kämpfen, beide hatten mittlerweile unzählige Treffer kassiert.
Beide wahren sie Müde, doch durch eine Unachtsamkeit von Raven gelang es Amen ihn außer Gefecht zu setzten und sich dann aus den Staub zu machen.
Etwas später stießen dann Bantra und Siren zu Raven und Eric, aber nach dem Gesichtsausdruck der anderen beiden war es schon zu spät.
Mit bebender Stimme zischte Eric: "Hallo Bantra...und ich hoffe das Gumling ballt wieder zu sich kommt…ich werde keinen Finger krumm machen um Lyra zu retten…er soll endlich seinen Mann stehn und wenn er sich nicht beeilt, wird Amen ballt Lyra geschwängert haben und dann gnade uns Gott!"


Was das zu bedeuten hatte war jedem klar. Der Untergang würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. War das Kind, einmal geboren, so würde die Welt wie sie einst mal war, so nicht mehr existierten. Die Welt würde im endlosen Grau ersticken, die Wellen der Dunkelheit würden sich auftürmen und unverhofft über die Menschheit hinein brechen. Es war ihre Pflicht dieses zu verhindern, koste es was es wolle, sie waren die jenigen die es hätten aufhalten können.

Laura saß auf einem uralten, verschlissenen Sessel, starrte an die Decke und schaffte es kaum ihre Hände ruhig zu halten. Tränen liefen ihr über die Wangen. Aus dem hintersten Zimmer ihrer kleinen versifften Wohnung, hörte man das kleine hilflose Baby schreien. Immer wieder hatte sie versucht es ruhig zu stimmen, doch jeder Versuch war von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Unbeholfen hatte sie das kleine Bündel in ihren Armen gehalten, so lange bis sie einfach keine Kraft mehr haben sollte.


Ihr Blick, wanderte Richtung dem kleinem Tischchen, was neben dem Sessel stand. Zögerlich griff sie die Spritze. Aufgezogen hatte sie dagelegen, bereit um sie in ihre Träume zu begleiten. Lauras Hände zitterten immer mehr, so sehr dass sie kaum noch in der Lage war die Spritze vernünftig an ihre Vene zu setzen. Das Schreien im hinteren Zimmer wurde immer lauter.
"Ruhe ...ich brauche Ruhe!", fing sie an zu schreien und rammte sich die Spritze in den Arm.



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Re: Blut der dunklen Engel

Beitrag von Domenic Blair am Di Mai 05, 2015 2:42 pm

Endlich hatte sie ihren Rausch und nun packte sie das Kind und wickelt es in Lumpen um darauf hin mit ihr zu einer Babyklappe zu gehen.
Ohne einmal zu zögern legte sie sie rein und drehte sich gefühlskalt und keiner Schuld bewusst um und verschwand in den regnerischen Nachmittag.
Sie wollte doch noch zu ihren Dealer der ganz in der Nähe wohnte um sich Nachschub zu besorgen.
Sie bog um die Ecke in eine kleine schummrige Seitenstraße, als sie von hinten zu Boden gerissen wurde.
Ein Lauter Schrei war zu hören...dann ein Knacken und dann nur noch Stille.

Man nannte ihn den Seelenfänger, den Mann der verirrte Schafe zurück in die Herde holte.
"Armes Kind, so voller Leid, so voller Missmut in deinem Herzen tragend. Endlich wirst du auffahren ins Land der Erlösten ...deine Pein ist beendet.", sprach der in einem dunklem Umhang gehüllte Mann, erhob sie auf seine Arme und fing gehässig an zu lachen.
"Du warst nur Mittel zum Zweck, doch jetzt bist du mein ...", erneutes schallendes Gelächter erfüllte die dunklen verdreckten Gassen in denen er Laura aufgelauert hatte.
"Eine Puppe, mehr bist du nicht in diesem Leben, eine Marionette die funktionieren musste, mehr bist du nicht.", sagte er weiterhin lachend und flog mit ihr davon.

Zurück zur Babyklappe, sah man, wie sich ein helles Licht über das schreiende Bündel legte. Schlagartig fuhr Raven zusammen. Ein eiskalter Schauder hatte sich über seinen Rücken gelegt.
"Sie ... sie ist, geboren", stotterte Raven und fuhr sich mit beiden Händen über sein Gesicht. Anscheinend spürte er die aufgekommene Energie des Lichtekranzes. Mit immer dunkler werdenden Augen kam er auf Eric zu, ergriff seine beiden Hände und zog ihn zu sich.
"Eric ...es hat begonnen, sie ist geboren."
Ungläubig schaute ihn Eric an, hätte er doch nie damit gerechnet.


Bantra lächelte nur wissend und gab Siren noch einen Kuss auf die Wange, bevor er sich auf den Weg zurück zu Gumling machte.
Er wollte sich selbst davon vergewissern was er in Erics Gedanken gelesen hatte, weil Bantra konnte einfach nicht daran glauben das das Vampirische Blut so viel Schaden an einen Seelenfänger anrichten konnte.
Gumling lag auf dem Hausdach und schaute in den Sternenhimmel als ihm seine sinne verrieten das Bantra sich ihm näherte.
"Ahh Gumling oder sollte ich besser Gambra sagen...so schwach kenne ich dich gar nicht sollte doch das vampirische Blut für dich ein leichtes sein mein Freund, es hat sich tief in dich hineingefressen aber betroffen ist doch nur dein äußeres!" erwiderte Bantra wehrend er Gumling einen Schlag versetzte, wollte er doch mal schauen ob man Gumling nicht aus der Reserve locken konnte.

Gumling richtete sich langsam auf und starrte Bantra an, wie als ob er einen Geist sehen würde.
"Du hast doch keinerlei Ahnung, wie es mir geht, ich fühle mich wie ein alter ausgelaugter Mann.", sagte Gumling und ging sich mit zitternden Händen übers Gesicht.
"Schau mich doch mal an, meine Schönheit ist vollkommen ausgelöscht, und das nur, weil ich das Blut eine Vampirs getrunken habe."
Bantra fing an zu lachen und landete neben Gumling auf dem Dach.

"Was, wieso lachst du so schäbig?", raunte er Bantra an und drehte seinen Kopf beleidigt zur Seite.
"Ach Gumling, was ist Schönheit wenn man Unsterblich ist, du wirst dich schon dran gewöhnen, ganz sicher."
Bantras Worte wahren Hohn, Verspottung seines Aussehens, das herumtrampeln auf Wunden die vielleicht nie wieder heilen sollten.
"Lyra wird mich nie mehr so sehen wie ich mal war, ich habe es in ihrem Gesicht gelesen, sie war angewidert."
Bantra lachte und legte ihm seine Rechte Hand auf die Schulter.
"Gumling, ich glaube weniger, das sich Lyra vom Aussehen beeinflussen lässt, du bist immer noch hübsch genug ...wo mal du schon etwas seltsam aussiehst."

"Ach halt den Mund.", raunte Gumling und verschränkte die Arme vor seine Brust.

Raven hielt immer noch Erics Hände fest, stand vor ihm, und erstarrte inmitten seiner innerlichen Gefühlsschwankungen die aufgekommen waren.
"Oh man das war heftig.", sagte er mit zitternder Stimme und starrte dann in Marcels Richtung.
"Wir sollten sie finden, sie muss in Sicherheit gebracht werden. Wenn die Dunkle Seite sie bekommt, dann ist wirklich alles verloren.", sagte Raven und spürte wie sich die kleinen noch nicht komplett ausgereiften Lungen des kleinen Babys mit Luft füllten.
Das Gute war geboren, doch das Böse würde nicht lange auf sich warten lassen.

"Gumling wo wir gerade bei den Thema sind Amen hat Lyra mitgenommen und das sicher nicht zum Kaffe trinken!" erwiderte Bantra wehrend er sich eine Zigarette anzündete.
"er wird sich sicherlich köstlich an ihr vergnügen in weiß was ich für Stellungen und ich kann dir mit Sicherheit sagen das es ihr gefallen wird... er hat sie umgarnt und sie regelrecht verführt." fügte Bantra noch hinzu.
Gumling schaute endsetzt Bantra an doch wollte er sich nicht aufmachen sie zu retten war er doch so schwach...zu schwach zumindest in seinen Gedanken.
Doch die Worte hatten ihre Wirkung nicht verfehlt, sie sprechen genau die Uralten Instinkte an die Gumling schon so lange hatte versucht zu unterdrücken.

Es kam unverhofft, aufbrausend wie die wilde offene See, entfachte etwas in ihm was er schon längst vergessen hatte. Gumling erhob sich, schwankte zwar, dennoch war er Willensstark genug um mit sicherer Stimme den Anbruch einer neuen Zeit einzuläutern.
"Ich werde dem entgegenwirken, egal wie, kannst du mir dabei helfen mein alte Forum wieder zu erlangen?", richtete er seine Stimme an Bantra, der ihn verwundert anschaute, dennoch nickte.
"Ich werde dir in allen Dingen helfen ...außer", fing er an zu schmunzeln.
...in Liebestechnischen Dingen.", beendete er den Satz und erhob auch sich.

"Ich danke dir, wirklich, das ist sehr nett von dir.", sagte Gumling und lächelte zum ersten mal wieder.
"Das gleiche würdest du doch sicherlich auch für mich machen oder?"
Gumling grinste ...ne bestimmt nicht, dachte er sich und schaute in den Nächtlichen Himmel auf. Natürlich blieb Bantra dieser Gedankengang nicht verwehrt.
"Hey, pass auf was du denkst Freundschen", fing er an und schnipste seine Zigarette mit dem Zeigerfinger in Gumlings Richtung.
"Mir bleiben deine Gedanken nicht verschlossen, also zügle dich.", ermahnte er ihn und fing schon wieder an zu grinsen.



"Na meine kleine Lyra wollen wir doch nun ein wenig die Grundfesten der Welt erschüttern, schließlich steht es 1:0 für das Gute das kann doch so nicht bleiben!" schnurrte Amen ihr an Ohr während er sie in ein Himmelbett mit seidener Bettwäsche legte.
"oh ja mein Süßer alles was du möchtest." hauchte Lyra.
Amen riss ihr die Kleider runter und machte seine Hose auf nur um sich dann auf Lyra zu legen.
Doch dann hörte Lyra eine Stimme in ihren Kopf und es war nicht Amens Stimme sondern Gumlings:" mein Engel wach auf, das was du fühlst is nicht die Wahrheit... ich werde die helfen weil ich dich liebe!"
..................Die Stimme schwieg nun und Lyra merkte wie ein Lar sich ihrer bemächtigte, doch diesmal war es anders nicht so wie die lar´s die sie kannte…sie wahren viel mächtiger…viel älter.


Zurückgezogen durch den Lar, bäumte sich Lyra auf, stemmte sich gegen Amens Gewicht. Sie wollte das hier nicht, was wäre sie bloß gewollt gewesen zu tun? Amen hingegen blieb es nicht verwehrt das sich ein Lar genähert hatte –dem zufolge verhielt er sich auch. Er packte Lyras Handgelenke und drückte sie ins Bett zurück.
"Du bist mein ...und das wirst du bleiben ...für immer ...hörst du?", protestierte er und drückte Lyra einen Kuss auf den Mund. Nebelschwaden krochen empor, zündelnd spielte Amens Zunge umher und ließ das frei was er in sich trug.


Das Spiel Gespenstlicher Gestallten hatte begonnen, und sollte Lyra in einen tiefen Abgrund reißen. Wild um sich schlagend wollte sie sich wehren -doch nichts der gleichen hielt das auf, was sich über sie gelegt hatte. Kein Lar der Welt hätte es jemals mit Amen aufgenommen und dennoch schien etwas in der Luft zu sein, was einwenig Hoffnung in sich trug. Zündelnde pechschwarze Flammenartige Gebilde fraßen sich durch Lyra durch, ließen sie aufschreien und verkrampfen.
"Du bist Mein ...nur Mein", ließ Amen sie wissen und führte sein pralles Glied in sie hinein. Er wollte und konnte sie nicht teilen ...niemals.

"Nein ...nicht", hörte Lyra Gumling in Gedanken schreien -sie hingegen konnte jedoch nichts unternehmen. Amens Macht war so groß das sie sich selbst als Nichts empfand -zu klein um etwas zu verändern. Ungezügelt nahm er sie, gierig wie ein wildes Tier fuhr seine Zunge über ihren blanken Hals. Währendessen spürte Gumling auf einmal einen tiefen unerklärlichen Schmerz, er fraß sich immer tiefer in ihn hinein. Sein Lar hatte versagt ...doch wieso? In Gedanken bei Lyra stehend, versuchte er es erneut, wollte er den Lar ermutigen etwas zu unternehmen.

Info: Alina, ab hier musst du weiter schreiben.

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